Die digitale Welt nimmt im Leben von Kindern und Jugendlichen immer mehr Raum ein. Noch bevor sie zum ersten Mal ein Buch öffnen, wischen die Kleinen wie selbstverständlich über Tablets, sehen sich damit Videos an oder hören Musik. Ihre Erfahrungen mit dieser Realität bringen sie selbstverständlich auch in das Klassenzimmer ein.

Ein männlicher Grundschüler lernt an einem Tablet in der Schule

Lehrer brauchen sich heute also nicht mehr zu fragen, ob sie digitale Kompetenzen entwickeln müssen, sondern wie und welche. Auch die Eltern erwarten, dass diese Kompetenzen in der Schule vorhanden sind und vermittelt werden. Wie kommen Lehrende also an das benötigte Fachwissen?
Die Walter-Eucken-Schule Karlsruhe hat das Thema für sich entdeckt und legt mit der Initiative WES 4.0 einen Schwerpunkt auf die Entwicklung digitaler Kompetenzen bei den Schülern. Und nicht nur der Schüler: Unter dem Titel WES 4.0 – Mobiles Lehren und Lernen mit dem Tablet haben am 18. und 19. Oktober 2018 Lehrer die Möglichkeit, sich in Workshops und Vorträgen zur Digitalisierung zu informieren.
Auch Microsoft beteiligt sich mit zwei Workshops aktiv an dieser Tagung. Um daran teilzunehmen, wählt man bei der Anmeldung für die Workshop-Phase 3 den Workshop T (Freitag, 19. Oktober 2018, von 10:45 bis 12:15 Uhr) und für die Workshop-Phase 4 den Workshop U (Freitag, 19. Oktober 2018, von 13:15 bis 14:45 Uhr) aus.
Lehrer aus Baden-Württemberg können die Teilnahme als Fortbildung anerkennen lassen, wenn sie sich über die offizielle Seite des Kultusministeriums anmelden. Die Inhalte der Microsoft-Beiträge entsprechen natürlich der EU-Datenschutz-Grundverordnung.

Workshop 1: „Kollaborative Lehrplanentwicklung:
gemeinsam schülerzentriertes Lernen mit Flipped Classroom gestalten“

Ferdinand Stipberger, Koordinator für Digitale Bildung für Realschulen der Oberpfalz, bietet im Rahmen des ersten Workshops einen Einblick in die Zusammenarbeit der Gregor-von-Scherr-Realschule in Neunburg vorm Wald und der Inge-Aicher-Scholl-Realschule, Neu-Ulm-Pfuhl. Die beiden Schulen haben für den neuen Rahmenlehrplan gemeinsam ein neues Lehr- und Lernkonzept auf Basis des Flipped-Classroom-Ansatzes entwickelt. Stipberger gibt Erfahrungen von der Idee bis zur Umsetzung weiter und erklärt, wie die Schulen Herausforderungen bewältigt haben.

Workshop 2: „Personalisiertes Lernen und Inklusion:
Assistive Tech als Instrument der Binnendifferenzierung“

Im zweiten Beitrag diskutiert Felix Müller, Learning Delivery Specialist, Microsoft Deutschland GmbH, die Themen personalisiertes Lernen und Inklusion. Sie sollen Schülern mit unterschiedlichen Voraussetzungen einen erfolgreichen Bildungsweg ermöglichen. Oft ist die Personalisierung mit zusätzlichem Arbeitsaufwand verbunden, zum Beispiel durch Binnendifferenzierung und verschiedene Schwierigkeitsgrade. Assistive Tech wie Diktier- oder Vorlesefunktionen, Lesehilfen, Bild-Wörterbücher, Hervorheben von Silben und Wortarten und andere Elemente können dabei die Lehrkräfte entlasten. Und Schüler müssen nicht mehr um Hilfe bitten, sondern können diese einfach selbst „aktivieren“ – ein weiterer Schritt in die Selbstständigkeit.