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Microsoft Branchenblogs

Ein Abenteuer für die ganze Klasse. Übers Netz besuchen Schülerinnen und Schüler den Rest der Welt – ob beim Mystery-Skype mit einer unbekannten Klasse oder im Expertengespräch mit einem Wissenschaftler in der Antarktis. Skype-in-the-classroom überwindet kulturelle, sprachliche und geografische Grenzen. Einmal im Jahr werden die zurückgelegten virtuellen Meilen im Rahmen des 48-Stunden-Skype-a-Thons gezählt und kommen Kindern in Form von Bildungsressourcen zugute. Auch die Klasse von Jan-Martin Klinge war dabei. Beim Mystery-Skype trafen die Schülerinnen und Schüler eine portugiesische Klasse.

Skype-a-Thon

Grenzen überwinden: Vom Klassenzimmer raus in die Welt

Jedes Jahr tauschen sich beim 48-Stunden-Skype-A-Thon eine halbe Million Lernende und Lehrende auf der ganzen Welt aus – via Skype und direkt aus dem Klassenzimmer. Die Skype-in-the-Classroom-Community hält dafür einige Möglichkeiten bereit, um sich mit anderen Schülerinnen und Schülern, Expertinnen und Experten, aber auch Gastrednern oder Wissenschaftlern zu vernetzen. Im Rahmen des 48-Stunden-Skype-a-Thons werden die an diesen zwei Tagen zurückgelegten virtuellen Meilen gezählt. Über die Organisation WE stellt Microsoft für jeweils 400 erreichte virtuelle Meilen Bildungsressourcen für ein Kind in Not zur Verfügung. Ziel des Skype-a-Thons ist es, nicht nur das Bewusstsein der Lernenden für verschiedene Kulturen zu fördern, sondern darüber hinaus auch Schülerinnen und Schüler auf der ganzen Welt zu unterstützen.

Mystery-Skype – ein Dorflehrer zeigt, wie es geht

Wie soll ich als kleiner Dorflehrer mit der Welt in Kontakt treten? Das fragte sich auch Jan-Martin Klinge, Lehrer an einer Microsoft-Showcase-Schule und MIE Expert. Über die Community fand er eine portugiesische Klasse, die ebenfalls am 48-Stunden-Skype-A-Thon teilnehmen wollte. In einer Mystery-Skype-Session sollten sich die Klassen nun kennenlernen

„Die Kinder wussten nicht, wer die andere Klasse ist oder aus welchem Land die Kinder kommen.“
Jan-Martin Klinge, Betreuer der Klasse und MIE Expert

Voller Aufregung trugen die Schülerinnen und Schüler nun gemeinsam mit ihrem Lehrer Fragen zusammen, um dieses Rätsel auflösen zu können.

„Is your country next to an ocean?“

„Do you have to pay for school?”

Darüber hinaus war es dem MIE Expert wichtig, den Kindern klar zu machen, dass Sie nicht nur ihre Schule, sondern auch Deutschland repräsentieren würden. Respekt, Anstand, Höflichkeit und auch Ernsthaftigkeit während des Gesprächs sind deshalb grundsätzliche Werte, die es im Vorfeld zu vermitteln galt.

Motivation und Entdeckergeist: Die Kinder sind begeistert

Neugierig fragten sich die Kinder gegenseitig aus und stellten schnell fest, dass Schülerinnen und Schüler auch hunderte von Meilen entfernt doch ähnliche Wünsche und Bedürfnisse haben. Auch der Umgang mit der englischen Sprache bekam für die Kinder einen klaren Nutzen: Um die Welt zu entdecken, Menschen und Kulturen kennenzulernen, braucht es Vokabeln – und somit auch den Englischunterricht.

„Man lernt Englisch, weil man halt den Englischlehrer mag, weil es im Englischbuch steht oder weil man Klassenarbeiten schreibt, so ein richtiger Nutzen ist für die Kinder oft in weiter Ferne.“
Jan-Martin Klinge

Unterrichtsinhalte mit der Welt, mit Menschen und Geschichten verbinden – das motiviert, lässt neue Ideen entstehen und weckt den Entdeckergeist. Jan-Martin Klinges Schülerinnen und Schüler sind beeindruckt.

Mehr Skype im Klassenzimmer

„Die Kinder haben sich gewünscht, dass wir den Mystery-Skype wiederholen und uns mit anderen Klassen unterhalten.“
Jan-Martin Klinge

Auch für den Lehrer war die Mystery-Skype-Session ein voller Erfolg. Besonders, weil der Skype-Call gezeigt hat, wie einfach es im digitalen Zeitalter sein kann, mit anderen Schulen, Ländern und Kulturen in Kontakt zu treten. Eine Partnerschule zu finden, ein Treffen zu organisieren und auf konventionellem Wege eine Schulpartnerschaft zu führen, wäre weitaus aufwendiger gewesen, berichtet Jan-Martin Klinge. Deshalb möchte er nun auch andere Kolleginnen und Kollegen davon überzeugen, dass sich Skype-in-the-Classroom richtig lohnt.

Mehr davon: Hier entstehen virtuelle Schulpartnerschaften

Jan-Martin Klinge hat Großes vor: Seine Vision ist es, Unterricht gemeinsam mit anderen Ländern und Kulturen durchzuführen, anstatt sie nur theoretisch zu behandeln. Über den Skype-a-Thon hinaus sucht der MIE Expert nach weiteren Partnerschulen, um Skype-in-the-Classroom langfristig zu einem festen Bestandteil des Schulalltags zu machen. So könne man sich mit Schulen auf der ganzen Welt fortlaufend austauschen.

„Haben wir im Englischunterricht beispielsweise das Thema Südafrika und haben dazu auch eine passende Schule aus Südafrika, können wir am Ende einer Einheit anrufen und Fragen stellen.“
Jan-Martin Klinge

Der internationale Austausch schafft sinnstiftende Lernanlässe und bietet den Schülerinnen und Schülern greifbare Ziele. Und darüber hinaus haben die Kinder auch noch richtig Spaß.

 

 

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