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Edu-sense: Das Projekt soll Kinder fit für die digitale Zukunft machen

Anika Buche ist MIE Expert und unterrichtet am Albert-Schweitzer-Gymnasium Hürth bei Köln die Fächer Mathe, Sport und Biologie. Um die Digitalisierung an der Schule voranzubringen, startete sie das Projekt Edu-sense. In dessen Rahmen sollen Lehrkräfte und Kinder im Umgang mit digitalen Tools geschult und die dafür nötige Hardware und Software bereitgestellt werden. „Durch die Digitalisierung des Unterrichts und organisatorischer Abläufe bleibt mehr Zeit, um Lehrinhalte in der Anwendung zu vermitteln und bei Problemen im Lernprozess zu unterstützen. Prozesse wie die Unterrichtsvorbereitung und -nachbereitung werden einfach viel effizienter. Was für jede Firma in der Wirtschaft selbstverständlich ist, müssen wir auch in den Bildungsbereich übertragen“, meint Buche.

 

Eine Lehrerin im Unterricht vor ihrer Klasse

 

Die Idee zu Edu-sense entstand früh

Die Begeisterung für den digitalen Unterricht packte die junge Lehrerin bereits im Referendariat. „Damals brauchte ich einen neuen Computer und habe mich für ein Surface, also ein Stift-basiertes Gerät, entschieden. Ich habe schnell gemerkt, dass dieses Tool Wahnsinnsmöglichkeiten für die Unterrichtsvorbereitung bietet“, berichtet sie. Seitdem bereitet sie Tafelbilder mit OneNote Class Notebook vor und projiziert diese im Klassenraum per Beamer an die Wand: „So steht mir eine Art riesiges Whiteboard zur Verfügung, das mir die Variabilität in den Unterrichtseinheiten und den Einsatz vielfältiger Medien und Materialien ermöglicht.“

Prominente Unterstützung: Frank Thelen fördert das Projekt

Anika Buches digitalisierter Unterricht gefiel nicht nur den Kindern, sondern auch den Eltern. „Irgendwann kam ein Papa auf mich zu und meinte, er kenne jemanden, der Schulen digital voranbringen möchte.“ Anschließend stellte der Vater den Kontakt zu dem aus dem Fernsehen bekannten Unternehmer und Tech-Investor Frank Thelen her, dem die Digitalisierung von Schulen persönlich am Herzen liegt. Vom Enthusiasmus und Plänen der Lehrerin überzeugt, brachte er mithilfe seines Netzwerks in Wirtschaft und Politik das Projekt ins Rollen.

Digitaler Unterricht bedeutet diverser Unterricht

Im September 2019 wurde die Klasse 6c des Albert-Schweitzer-Gymnasiums im Rahmen des Projekts mit digitalen Endgeräten ausgestattet. Jede Schülerin und jeder Schüler verwendet nun ein stiftbasiertes Notebook: „Wir haben gute Erfahrungen mit dem HP ProBook gemacht und nutzen Office 365 als Lernumgebung. Als Hauptfunktionen verwenden wir Teams und OneNote Classbook“, erklärt Buche. Die Apps kommen zum Einsatz, um Unterrichtsmaterialien zu erstellen, im Unterricht zu verarbeiten, die Organisation von Abläufen zu vereinfachen und um Aufgaben gemeinsam zu bearbeiten und sich auszutauschen. So wird der Unterricht interaktiv gestaltet und auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder eingegangen. Diese können etwa zwischen Aufgaben mit auditivem und visuellem Ansatz wählen oder eine andere Aufgabenstellung anfordern: „Das kann dann so aussehen, dass ich ein Lernziel vorgebe und drei unterschiedliche Quellen, um es zu erreichen. So werden die individuellen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt und gleichzeitig wird ihre Selbstständigkeit gestärkt. Ich als Lehrerin bin dann eher als Lernbegleiterin und Prozessmanagerin aktiv.“

 

Beispiel eines Unterrichtsplanes für eine Mathematikstunde

 

Die digitale Schule braucht vernetzte Lehrkräfte

Auf ihre Wünsche für die Zukunft der Schulen angesprochen, antwortet die Lehrerin, es ginge vor allem um das Hier und Jetzt. Es gebe so viel digitales Potenzial, das noch ungenutzt sei. Daher wünscht sie sich zwei Dinge: erstens eine noch bessere Vernetzung der Lehrkräfte untereinander und einen Austausch über die Erfahrungen im digitalen Unterricht. Wie die Microsoft Lehrer-Community ist auch Buches eigener Blog ein Schritt auf dem Weg, Bildungs-Visionäre zusammenzubringen. Zweitens wünscht sie sich mehr Unterstützung durch die Politik. Den Schulen sollten mehr Mittel und Möglichkeiten gestellt werden, um die Digitalisierung voranzutreiben: „Schließlich geht es darum, die Kinder auszubilden, die unser aller Zukunft gestalten werden. Und diese Zukunft wird digital sein.“

Über Anika Buche

Anika BucheAnika Buche ist MIE Expert und unterrichtet am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Hürth Biologie, Mathe und Sport. Mit ihrem Projekt Edu-sense möchte sie die Digitalisierung an Schulen voranbringen.

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