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3 Tipps für schülerzentrierten Unterricht

Flipped Classroom, die Lehrkraft als Moderator und ähnliche Konzepte werden momentan heiß diskutiert. Denn es gibt verschiedene spannende Ansätze, wie sich der Unterricht schülerzentrierter gestalten lässt. Aber wie lassen sich die neuen Impulse in den bestehenden Unterricht integrieren? Drei erfahrene Kollegen und MIE Experts geben wertvolle Tipps, die Sie in Ihrem Alltag direkt umsetzen können.

Zwei Schüler arbeiten an einen Surface Device mit einem Surface Pen

Tipp 1: Analyse der Lerngruppe mit dem Kolb-Test

MIE Expert Stefan Pietrusky rät dazu, die Zusammensetzung einer Lerngruppe zunächst zu analysieren, um Informationen über das Vorwissen und den bevorzugten Lernstil der einzelnen Schülerinnen und Schüler zu erlangen. Dafür nutzt er den Kolb-Test, der seit mehr als 30 Jahren lernpsychologisch anerkannt ist. „Die Lernstilanalyse von Erich Kolb ist deshalb so interessant, weil die Auswertung nicht sehr zeitaufwendig ist“, erklärt Pietrusky. „Aufgrund der Ergebnisse weiß ich, wie sich die Lerngruppe zusammensetzt und kann die Lernum¬gebung danach differenzieren, indem ich individuelle Lernmaterialien für die vier Lernstilgruppen gestalte.“

  • Durch die Lernstilanalyse lässt sich ebenfalls leicht ermitteln, ob Schülerinnen und Schüler über- oder unterfordert sind. Die Unterrichtsmaterialien können dann für die betreffenden Kinder und Jugendlichen angepasst sowie über digitale Medien schnell zur Verfügung gestellt werden.

Tipp 2: Vorhandene Unterrichtsmaterialien ergänzen

Ferdinand Stipberger unterrichtet an der Realschule Mathematik, IT und Sport. Der MIE Expert rät Kolleginnen und Kollegen dazu, ihre erprobten Unterrichtsmaterialien sukzessive zu erweitern. Er selbst hat etwa Arbeitsblätter durch einen QR-Code ergänzt, der auf ein Video führt – damit können sich die Lernenden auch dann Hilfe holen, wenn der Lehrer gerade nicht verfügbar ist. „Manchmal reicht es auch schon aus, das formale Rechnen mit einem Symbol zu verbinden. So haben Kinder und Jugendliche mit einem schlechteren Vorstellungsvermö¬gen vielleicht doch noch die Möglichkeit, etwas zu verstehen, was sie sonst nicht verstanden hätten“, erklärt Stipberger.

  • Erklärvideos können übrigens ganz einfach selbst erstellt werden: Mit einer PowerPoint-Präsentation, die animiert, besprochen und aufgenommen wird.

Tipp 3: Vielfältige Arbeitsergebnisse durch neue Formate erreichen

Andreas Oswald ist ebenfalls MIE Expert und zweiter Konrektor an der Realschule. In seinen Unterrichtsfächern Deutsch, Geschichte und IT erreicht er vielfältigere Arbeitsergebnisse, seit er bei Gruppenarbeiten auf neue Formate setzt. Beispielsweise lässt er seine Schülerinnen und Schüler Biografien oder Steckbriefe nicht mehr als Plakat erstellen, sondern sie dürfen das Medium für die Präsentation des Arbeitsauftrags selbst wählen. „Bei einer Biografie über Bismarck entscheiden sich dann die meisten für ein Video, das sie zum Beispiel mit mysimpleshow erstellen, oder ein E-Book, aus dem sie dann auf YouTube-Filme oder Webseiten verlinken. Die Ergebnisse der einzelnen Gruppen sind sehr vielfältig“, berichtet Oswald.

  • Abschließend können die einzelnen Gruppen ihre Ergebnisse untereinander vorstellen, diskutieren und danach überarbeiten – so entstehen hochwertige, heterogene Produkte, die von der Klasse gemeinsam entwickelt wurden.

Noch mehr Input zum schülerzentrierten Unterricht

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