Bildungseinrichtungen haben in den vergangenen Wochen Großartiges geleistet, um ihre Schülerinnen und Schüler trotz Schulschließungen unterrichten zu können. Um die Umstellung auf Fernunterricht und den Aufbau einer digitalen Lernplattform schnell und sicher zu bewältigen, können Schulen sowie Lehrerinnen und Lehrer das kostenfreie Office 365 A1-Angebot und Microsoft Teams nutzen. Alle Informationen zur Unterstützung durch Microsoft während der COVID-19-Krise finden Sie hier.

 

In zwei Tagen zum Online-Unterricht

Bildungseinrichtungen in ganz Deutschland mussten innerhalb kürzester Zeit den Unterricht nach Hause verlegen. Das stellte jede einzelne vor Herausforderungen. An der Berufsschule Erlangen gelang es dem Kollegium sehr schnell, einen neuen Unterrichtsalltag herzustellen. Wir haben mit Helmut Gruber und Jürgen Schreiner von der Schulleitung gesprochen.

 

 Jürgen Schreiner von der Schulleitung der Berufsschule Erlangen  Helmut Gruber von der Schulleitung der Berufsschule Erlangen
Jürgen Schreiner

Schulleitung Berufsschule Erlangen

Helmut Gruber

Schulleitung Berufsschule Erlangen

 

Die Schulen müssen geschlossen bleiben – was passierte nach dieser Meldung?

An der BS Erlangen hatte man sich eigentlich vorgenommen, innerhalb von einer Woche die für das Home Schooling notwendigen Kommunikationsstrukturen aufzubauen. Doch es sollte wesentlich schneller klappen. „Wir waren zum Glück sehr gut vorbereitet“, erklärt Jürgen Schreiner. „Wir hatten bereits einen Großteil unserer Klassen in Microsoft Teams integriert.“ Bereits nach zwei Tagen waren alle Schülerinnen und Schüler an Bord. Und das war nicht nur für die Fortsetzung des Unterrichts enorm wichtig: „Wir haben auch gemerkt, dass viele Schülerinnen und Schüler in dieser Situation einen Haltepunkt an unserer Schule gesucht haben. Was können wir tun, wie können wir weitermachen?“, berichtet Helmut Gruber. Den jungen Menschen ein wenig Stabilität in der Ausnahmesituation zu geben, war den Lehrkräften sehr wichtig.

„Noch vor zwei Jahren wäre das nicht möglich gewesen“

Wäre die aktuelle Krise zu einem früheren Zeitpunkt eingetreten, hätte es an der bayerischen Berufsschule anders ausgesehen. „Wir wären vor zwei Jahren nicht in der Lage gewesen, so mit den Schülerinnen und Schülern in Kontakt zu treten.“, sagt Schreiner. Sein Kollege ergänzt: „Wir haben im Februar 2019 Office 365 eingeführt. Und es war von Anfang an klar: Das ist keine Software für Einzelpersonen, sondern eine Software für uns alle. Wir haben zahlreiche schulinterne Lehrerfortbildungen vorgenommen. Deshalb hatten wir bereits vor dem Corona-Ausbruch nahezu sämtliche Kolleginnen und Kollegen an Bord.“

Das Ziel: Gemeinsamer Unterricht trotz Corona

Das engagierte Kollegium wollte nicht nur Aufgaben verschicken und die Lernenden damit sich selbst überlassen. Zu hoch sei die Gefahr, den Schülerinnen und Schülern zu viel zu geben und sie dann mit komplexen Inhalten, die außerhalb ihres Erfahrungshorizonts lägen, alleine zu lassen. Stattdessen setzt die BS Erlangen auf eine Mischung aus virtuellem Präsenzunterricht via Teams sowie Gruppen- und Einzelaufgaben. Fragen an die Lehrkräfte können hierbei einfach über die Video-Chatfunktion gestellt und direkt beantwortet werden.

Luftaufnahme der Berufsschule Erlangen

Die Belastung der Lehrkräfte ist hoch

Der enge Kontakt, den die Lehrkräfte zu den Schülerinnen und Schülern halten, fordert dem Kollegium sehr viel ab: „Ich bekomme von Kollegen um 4:47 Uhr morgens die ersten Meldungen auf Teams. Gerade in der ersten Woche. Wir haben in individuellen kleinen Schulungen Kolleginnen und Kollegen fit gemacht“, berichtet Gruber.

Es ist anstrengend. „Was uns unglaublich fehlt, ist das Unterrichten von Angesicht zu Angesicht.“, sagt Schreiner. „Als Lehrer reagieren wir auf Aktionen, auf nonverbale Kommunikation. Wir wissen ganz genau, wenn wir den Blick durch die Klasse schweifen lassen, wer gerade dabei ist. Das ist natürlich etwas, was uns derzeit fehlt. Doch das Engagement der Schülerinnen und Schüler ist trotzdem spürbar hoch.“ Eine Situation ist dem Pädagogen dabei besonders in Erinnerung geblieben. Nach Ende einer virtuellen Präsenzunterrichtsstunde bemerkte er, wie einige Klassenmitglieder in der Besprechung blieben, um sich über eine Fragestellung aus dem Unterricht auszutauschen und das Problem zu lösen – fast wie im echten Klassenraum.

Teams mit geschützten Kanälen eignen sich für bewertete Projektarbeiten

Dazu erklärt Gruber: „Wir können die Zeit ohne Stoffverlust überbücken. Wir haben eine Abschlussklasse und der Unterricht läuft in vielen Fachbereichen ohne wesentliche Einschränkungen planmäßig weiter.“

Die Zusammenarbeit unter den Schülern ist sehr intensiv. Und die Rückmeldungen aus den Fachbereichen, von Ausbildungsbetrieben und den Schülerinnen und Schülern sind beeindruckend: Es werden Erreichbarkeitsquoten von durchweg über 80 Prozent, teilweise sogar 100 Prozent, verzeichnet.

 

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