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Microsoft Branchenblogs

Bildungseinrichtungen haben in den vergangenen Wochen Großartiges geleistet, um ihre Schülerinnen und Schüler trotz Schulschließungen unterrichten zu können. Um die Umstellung auf Fernunterricht und den Aufbau einer digitalen Lernplattform schnell und sicher zu bewältigen, können Schulen sowie Lehrerinnen und Lehrer das kostenfreie Office 365 A1-Angebot und Microsoft Teams nutzen. Alle Informationen zur Unterstützung durch Microsoft während der COVID-19-Krise finden Sie hier.

Unterricht ohne Vor-Ort-Anwesenheit

Wie alle anderen Schulen der Bundesrepublik ist auch die Gesamtschule Auf dem Schießberg in Siegen von den vorübergehenden Schulschließungen betroffen. „Seitdem führen wir den Unterricht rein digital durch, was kein Ersatz für die Vor-Ort-Anwesenheit ist“, erklärt Jan-Martin Klinge, Lehrer und Abteilungsleiter der Jahrgangsstufen 5-7. „Aber die Fallhöhe ist deutlich niedriger, wenn man schon auf dem Weg der Digitalisierung ist“. Vor etwa zwei Jahren hat die Gesamtschule in Siegen diesen Weg angetreten. Seitdem sind viele Prozesse und Arbeitsabläufe in die Cloud übertragen worden, sodass das Kollegium den Unterricht auch aus der Ferne gestalten kann.

Gesamtschule Siegen

“Digitale Bildung ist nicht elitär“

Die Voraussetzungen für die Umstellung auf Fernunterricht seien nicht so elitär, wie man im ersten Moment vielleicht erwarten würde, sagt Klinge weiter. Die Schule nutzt das Office365-Paket von Microsoft in der kostenlosen A1-Lizenz. Sowohl das Kollegium als auch die Schülerinnen und Schüler erhalten eine Mailadresse mit Zugang zu den Online-Versionen von Word, PowerPoint und Excel. Dazu gibt es noch unbegrenzten Online-Speicherplatz. Als Kommunikationstool nutzt die Gesamtschule Microsoft Teams und OneNote mit den Kursnotizbüchern.

Die Krise kam jedoch mittendrin im Digitalisierungsprozess – nur etwa ein Drittel aller Kinder waren mit digitalen Endgeräten ausgestattet, die allermeisten Schülerinnen und Schüler schreiben weiterhin mit Kugelschreiber und Füller.

Wie kann digitaler Unterricht in dieser Heterogenität funktionieren?

„Der für mich entscheidende Punkt ist die Möglichkeit der Kommunikation“, sagt Klinge. „Durch Teams sind wir Lehrer in der Lage, mit unseren Klassen zu sprechen und Kontakt mit allen Schülerinnen und Schülern zu halten.“ Um den Kindern eine verlässliche Struktur zu geben und sie nicht alleinzulassen, beginnen die Tage an der Gesamtschule in Siegen mit einem gemeinsamen Videoanruf: „Um Punkt 9 Uhr spreche ich zu und mit meiner Klasse. Über ihr Befinden, ihre Sorgen, wie sehr sie die Schule vermissen und welche Aufgaben für heute anstehen“, erklärt Klinge weiter. Die Kinder seien mit ihren Tablets oder Handys dabei, hörten zu oder stellten Fragen. Vor allem aber erhielten sie das Gefühl, dass Schule als stabiler Faktor in ihrem Leben beständig bleibt.

Wochenplanaufgaben im OneNote-Kursnotizbuch

Wer mit einem Tablet ausgestattet ist, schreibt seine Projekt- und Wochenplanaufgaben direkt ins OneNote-Kursnotizbuch. Das wird von den Lehrerinnen und Lehrern zeitnah korrigiert und mit Rückmeldungen versehen. Doch auch die anderen Schülerinnen und Schüler werden nicht abgehängt: Sie schreiben auf Papier und schicken Fotos ihrer Arbeit per Chat an die Lehrer. Das Arbeiten wird zu einem Prozess, der sich über die Tage verteilt.

Asynchrone Arbeit ist die Regel

Auch das Kollegium ist fortlaufend im Gespräch. Dabei verläuft ein Großteil der Arbeit asynchron: Immer wieder trudeln Benachrichtigungen über eingegangene Aufgaben, Lösungshinweise oder technische Hürden ein. „Das ist für alle kräftezerrend“, gibt Klinge zu. „Es wird aber von Schülerinnen und Schülern sowie Eltern in gleichem Maße honoriert“. In Umfragen wurde bestätigt, wie zufrieden man mit der Erreichbarkeit der Lehrerinnen und Lehrer und dankbar für ihr Engagement in dieser Zeit ist.

 

Jan-Martin Klinge, Lehrer und Abteilungsleiter der Jahrgangsstufen 5-7 Jan-Martin Klinge

Gesamtschule Auf dem Schießberg; Siegen

Lehrer und Abteilungsleiter der Jahrgangsstufen 5-7

 

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