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Microsoft Branchenblogs

Bildungseinrichtungen haben in den vergangenen Wochen Großartiges geleistet, um ihre Schülerinnen und Schüler trotz Schulschließungen unterrichten zu können. Um die Umstellung auf Fernunterricht und den Aufbau einer digitalen Lernplattform schnell und sicher zu bewältigen, können Schulen sowie Lehrerinnen und Lehrer das kostenfreie Office 365 A1-Angebot und Microsoft Teams nutzen. Alle Informationen zur Unterstützung durch Microsoft während der COVID-19-Krise finden Sie hier.

Unterrichten in Zeiten von Corona: Das Privatgymnasium Weinheim

Fernunterricht ist in der Corona-Krise das Wort, das die tagtägliche Lebensrealität von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern beschreibt. Für die Schülerinnen und Schüler sowie das Kollegium des Privatgymnasium Weinheim (PGW) war der Übergang ins Fernlernen nahtlos möglich, denn das PGW arbeitet bereits seit 2017 mit der Plattform Teams von Microsoft.

 

Luftaufnahme des Privatgymnasiums Weinheim

 

Schülerinnen und Schüler waren bereits mit Teams vertraut

„Wir haben den chatbasierten Arbeitsbereich von Teams bereits im regulären Unterricht verwendet, sodass sämtliche Schülerinnen und Schüler, von Klassenstufe 5 bis 12, damit bereits vertraut waren“, erklärt Uwe Rahn, Schulleiter und Träger des PGW. Alle Lernenden haben für ihre Fächer gemeinsam mit ihren Klassenkameradinnen und -kameraden ein Team, das von der jeweiligen Fachlehrkraft betreut wird. Dort können sie sich im Chatbereich austauschen und auch die Möglichkeit, Kursmaterialien hochzuladen, die gemeinsam von den Schülerinnen und Schülern in einer Art digitaler Gruppenarbeit bearbeitet werden können, wird rege genutzt. In diesen Gruppen werden zudem Video- und Telefonkonferenzen mit allen Teilnehmenden geführt. Diese setzt das Kollegium des PGW vor allem ein, um über vorbereitete Präsentationen neuen Schulstoff einzuführen oder Aufgaben zu kontrollieren und erklären.

 

Uwe Rahn

 

Was hat sich mit Beginn des Fernunterrichts verändert?

Als ersichtlich wurde, dass Bildungseinrichtungen vorerst geschlossen bleiben müssen, reagierte das Team des PGW schnell: Im Rahmen einer Teams-Dienstbesprechung forcierte die Schulleitung, die Art der Aufgabenstellung für die unteren Klassenstufen zu vereinheitlichen, um den Schülerinnen und Schülern den Einstieg in das Fernlernen zu erleichtern. Seitdem bekommen die jüngeren Lernwilligen ihre Arbeitsblätter und Arbeitsaufträge bevorzugt über das Aufgaben-Tool zugewiesen. Für die Oberstufe greifen viele Lehrkräfte auf das OneNote-Kursnotizbuch zurück. Dort werden didaktisch ausgefeilte Lehreinheiten für das Selbststudium bereitgestellt: beispielsweise ein motivierender Einstieg und eine anschließende Einführung des neuen Stoffes mithilfe eines selbstgedrehten Erklärvideos – gefolgt von der Erarbeitungsphase mit Aufgaben. Je nach Komplexität entscheidet die Lehrkraft, ob sie die Ergebnisse der Erarbeitungsphase anschließend individuell kontrolliert oder einen Videochat anbietet, um die Aufgaben und eventuelle Schwierigkeiten zu besprechen.

Die Herausforderung: Struktur, Stabilität und Sicherheit virtuell vermitteln

Einen Orientierungsrahmen für die Aufgaben aller Klassen bietet der reguläre Stundenplan. Videokonferenzen werden also in der jeweiligen Zeit abgehalten, in der auch in normalen Schulzeiten das Fach unterrichtet würde. „Wir haben festgestellt, dass es für die Schülerinnen und Schüler extrem wichtig ist, persönlichen Kontakt zu ihren Lehrkräften zu halten“, so Uwe Rahn. „In diesen unsicheren Zeiten gibt den Kindern und Jugendlichen diese schulische Struktur Stabilität und Sicherheit.“ Ein großer Vorteil von Teams sei diesbezüglich, dass Lehrerinnen und Lehrer sich in einem individuellen Chatbereich auch einzeln mit ihren Schülerinnen und Schülern auseinandersetzen und telefonieren können, erläutert der Pädagoge.

 

Ein Screenshot der Anwendung Microsoft Teams

 

Live-Unterricht und Ferienprogramm für mehr Zusammenhalt

Die Videokonferenzen sieht Rahn ebenfalls als unabdingbar für den digitalen Unterricht – nur so kann der Kontakt als Schulgemeinschaft erhalten bleiben. Die Rückmeldungen der Eltern geben ihm Recht. Kurz vor den Osterferien evaluierte das Team des PGW über „Forms“ den bisherigen Unterricht, der von der Elternschaft als sehr gut beurteilt wurde. Auch die Nutzung von Teams wurde von den Eltern als sehr positiv empfunden: Knapp 4,46 von 5 möglichen Sternen gaben sie der Lernplattform Teams im Rahmen der Umfrage. Mehr als 90 Prozent gaben an, dass ihr Kind sich gut bzw. mit gelegentlicher Unterstützung zurechtfindet. Aber es kristallisierte sich heraus, dass sich viele Eltern für ihre Kinder noch mehr Live-Unterricht wünschen – ein verständlicher Wunsch, findet Rahn, der seit den Osterferien auch konsequent umgesetzt werde.

Um den Schülerinnen und Schülern, aber nicht zuletzt auch der Elternschaft zu zeigen, dass man sie gerade in schwierigen Zeiten nicht allein lässt, startete das PGW über Ostern ein digitales Ferienprogramm. Je nach Neigung können die Jugendlichen beispielsweise an einem digitalen Jonglierkurs teilnehmen, gemeinsam musizieren und Liederrätsel lösen, sich an einer Selfie-Challenge beteiligen oder eine digitale Schreibwerkstatt besuchen. „Wir sind also gut aufgestellt“, resümiert Rahn, „aber wie alle Lehrkräfte in diesem Land freuen auch wir uns, wenn wir unsere Schülerinnen und Schüler wieder in unseren Klassenräumen unterrichten können!“

 

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