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Microsoft Branchenblogs

Bildungseinrichtungen haben in den vergangenen Wochen Großartiges geleistet, um ihre Schülerinnen und Schüler trotz Schulschließungen unterrichten zu können. Um die Umstellung auf Fernunterricht und den Aufbau einer digitalen Lernplattform schnell und sicher zu bewältigen, können Schulen sowie Lehrerinnen und Lehrer das kostenfreie Office 365 A1-Angebot und Microsoft Teams nutzen. Alle Informationen zur Unterstützung durch Microsoft während der COVID-19-Krise finden Sie hier.

Schulgebäude der IBB Ganztagsgrundschule Dresden

 

Wie erleben eigentlich die kleinsten Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrkräfte die Corona-Krise? In die Ganztagsgrundschule der Privaten Schule IBB gGmbH Dresden gehen Kinder zwischen sechs und zehn Jahren. Da liegt es nahe, dass nicht jedes Kind einen eigenen Laptop hat. Trotzdem nehmen die Mädchen und Jungen täglich am digitalen Unterricht teil und bringen sich aktiv ein! Wir haben die Schulleitung nach ihren größten Herausforderungen und nach dem aktuellen Unterrichtsalltag gefragt.

Ausgangslage: Nur die Schulleitung nutzte Office 365

 

Lisanne Appel

 

Digitale Zusammenarbeit nahm schon vor der Corona-Krise einen wichtigen Punkt auf der Agenda von Schulleiterin Lisanne Appel und Stellvertretendem Schulleiter Vjeran Sever ein. In der Leitungsebene waren Office 365 und Microsoft Teams bereits etabliert. Auch wurde das gesamte Kollegium mit Laptops ausgestattet. Doch für die acht Klassen stand nur ein Klassensatz Laptops zur Verfügung.

 

Vjeran Sever

 

„Einen digitalen Unterrichtsalltag gab es bei uns bis dahin noch nicht“, berichtet Schulleiterin Lisanne Appel. „Die Nutzung digitaler Geräte wird jedoch von Anfang an in den Unterricht integriert. Mit Aktionen wie dem PC-Führerschein haben wir bereits die Allerkleinsten an die Benutzung eines PCs herangeführt. Wie verwende ich ein Schreibprogramm, wie benutze ich eine Suchmaschine – diese Dinge kannten also alle Schülerinnen und Schüler“, erläutert die Pädagogin. Auch ein schulinternes Curriculum für die schulinterne Digitalisierung und die Integration des Faches Medienbildung seien bereits vor der Pandemie geplant gewesen, ergänzt Vjeran Sever. „Dazu gehört auch die Anschaffung von mehreren Klassensätzen Tablets sowie einem digitalen Whiteboard pro Klassenraum.“

Auf einmal musste alles ganz schnell gehen

Als klar war, dass die Schulen geräumt werden müssen, ging alles schnell. „Wir haben allen Kolleginnen und Kollegen einen Laptop und eine Office 365-Lizenz zur Verfügung gestellt“, erklärt Sever. „Wir hatten die Instrumente ja in der Leitungsebene im Einsatz und das Ausrollen für das gesamte Kollegium war bereits in Planung.“ Dieser Prozess wurde kurzerhand beschleunigt. „In der ersten Woche haben die Kolleginnen und Kollegen noch alle Materialien per E-Mail an die Schülerinnen und Schüler verschickt – dabei kamen die E-Mailpostfächer der Eltern schnell an ihre Grenzen“, berichtet Appel. „Es war kaum Interaktion möglich. Wir wussten: Je länger die Schule zu bleiben würde, desto stärker würde die Motivation der Kinder sinken, ausschließlich Arbeitsblätter auszufüllen. Den Kindern fehlten die sozialen Kontakte und der vor allem in der Grundschule so wichtige Bezug zur Lehrkraft. Das bricht von heute auf morgen weg – eine Katastrophe für die Kinder.“ Das engagierte Kollegium ging schnell dazu über, kleine Videos für die Kinder zu drehen. Parallel starteten die Lehrkräfte mit Teams – erstmal nur untereinander, um Erfahrungen zu sammeln.

Digitaler Grundschulunterricht via Teams

Sever startete mit einer ersten Klasse den Fernunterricht via Teams. „Das war sofort ein riesiger Erfolg“, berichtet er. Dann stellt er vor, wie er den Fernunterricht mit Teams strukturiert:

Die Struktur in Teams

Jede Klasse hat ein Team mit der Lehrkraft und einem weiteren Pädagogen zusammen. Innerhalb der Teams sind Kanäle angelegt. Diese Kanäle bilden später die Fächer ab. Doch aktuell werden sie als Wochenkanäle genutzt, um für mehr Übersicht zu sorgen. Dort finden Kinder und Eltern alle Wochenaufgaben, die sie in dieser Woche bearbeiten sollen. Außerdem gibt es einen allgemeinen Kanal, in dem sich ein Ordner „Schülerarbeiten“ befindet. Dort dürfen die Kinder ihre eigenen Werke präsentieren, wenn die ganze Klasse sie sehen soll.

Screenshot Microsoft Teams

 

Chats und Live-Unterricht

In jedem Klassen-Team gibt es einen Klassen-Chat, in dem sich Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler gemeinsam austauschen. Das entscheidende Tool ist die Video-Konferenz – mit ihr wird der Live-Unterricht durchgeführt. Neben Konferenzen mit der ganzen Klasse, in denen beispielsweise die Lehrkraft in ein neues Thema einführt, werden in weiteren Gruppen-Konferenzen jeweils fünf Kinder unterrichtet. So können sich alle Teilnehmenden gleichzeitig sehen und es werden individuelle Gespräche geführt.

Sprechstunde für Eltern und Kinder

Und dann gibt es noch eine Sprechstunde, die von beiden Klassenpädagogen angeboten wird und von den Kindern sowie Eltern wahrgenommen werden kann. „Wir haben eine Lösung gefunden, die sehr kindgerecht ist. In gemeinsamen Elterngesprächen mit den Eltern, dem Kind und dem Erzieher kommen wir in einen wirklich guten Austausch in dieser schweren Zeit“, so Appel.

Flankiert wird das Angebot mit freiwilligen ergänzenden Aktivitäten, etwa im Werken oder Sport. „Wir schaffen in den Hauptfächern auf diesem Weg den kompletten Lehrplan“, sagt Appel und fügt an: „Es ist eine sehr schwierige Zeit für die Kinder. Wir sorgen jedenfalls dafür, dass sie den persönlichen Kontakt zu ihren Lehrerinnen und Lehrern sowie zu den anderen Mädchen und Jungen halten können.“ Auch die Erzieher der Ganztagsschule sind online. Sie bieten etwa einen Bastelkanal an, was für Spaß und Abwechslung sorgt.

Logo der IBB Ganztagsgrundschule Dresden

 

„Wir schaffen den Stoff!“

„Egal, was jetzt kommt und wie lange der Unterricht anders stattfinden muss – wir sind vorbereitet. Und wir schaffen den Stoff aller Hauptfächer komplett“, so Sever. Und noch mehr:

„Wir haben uns mal angeschaut, wie viele Kompetenzen die Kinder durch die Unterrichtsumstellung innerhalb kürzester Zeit erworben haben: digitale Fähigkeiten, Problemlösungskompetenzen und viele mehr.“

Einige Dinge, die sich so bewährt haben, sollen auch nach der Pandemie bleiben: Dazu gehören auf jeden Fall das Unterrichten mit Teams und die Möglichkeit des digitalen Elterngesprächs.

IBB Ganztagsgrundschule: Der Best Case im Überblick

Die IBB Ganztagsgrundschule stand zu Beginn der Corona-Pandemie noch am Anfang der Digitalisierung. Die Schulleitung nutzte bereits Microsoft Teams, eine Einführung im Kollegium war in Planung. Nach Schließung der Schulen wurde dieser Prozess erheblich beschleunigt. Das Ergebnis: Lehrkräfte, Erzieherrinnen und Erzieher sowie alle Klassen waren nach kurzer Zeit an Bord, führen Live-Unterricht via Teams durch und sogar AGs wie den Bastelkanal.

 

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