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Bildungseinrichtungen haben in den vergangenen Wochen Großartiges geleistet, um ihre Studentinnen und Studenten trotz Universitätsschließungen unterrichten zu können. Um die Umstellung auf Fernunterricht und den Aufbau einer digitalen Lernplattform schnell und sicher zu bewältigen, können Bildungseinrichtungen sowie Lehrkräfte das kostenfreie Office 365 A1-Angebot und Microsoft Teams nutzen. Alle Informationen zur Unterstützung durch Microsoft während der COVID-19-Krise finden Sie hier.

Alle Zeichen auf digital: Die TU Dresden

Nicht nur die Schulen des Landes, sondern auch sämtliche Universitäten bekamen die Auswirkungen der Pandemie zu spüren. Der bundesweite Lockdown sorgte dafür, dass Studentinnen und Studenten die Hochschulen nicht mehr betreten durften. Es mussten schnell andere Mittel und Wege gefunden werden, um den Lehrbetrieb weiterzuführen. Die Technische Universität Dresden schaffte die Umstellung vom Präsenz- zum Heimstudium mit Bravour, denn sie setzte schon lange vor der Corona-Krise auf virtuelle Lösungen. Dazu gehört auch das Kollaborationstool Teams von Microsoft.

Eine Frau arbeitet von Daheim an ihrem Device

Schon vor Corona bestens auf Digital Learning vorbereitet

Das Umlegen des Schalters vom üblichen Universitätsbetrieb zu komplett digitaler Lehre hat nach Ansicht von Prof. Eric Schoop, Dozent und E-Learning-Beauftragter an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften der Universität, gut funktioniert: „Die Aufstellung der TU Dresden ist eigentlich sehr positiv.“ Dafür verantwortlich ist auch die Tatsache, dass Sachsen schon vor Corona dank eines einheitlichen Lern-Management-Systems für Studierende sehr gut gerüstet war. Bei Schoop selbst spielt noch ein anderer Faktor mit hinein: Sein Forschungsteam untersucht seit 20 Jahren die Effekte virtueller Lernprozesse und ist dank E-Learning als Forschungsgegenstand schon früh und intensiv in die Digitalisierung der Lehre eingestiegen.

Bachelor, Master, Prüfungen: Teams als verlässlicher Partner

Prof. Schoop der TU Dresden

Dr. Schoop

Dozent und E-Learning-Beauftragter

Fakultät Wirtschaftswissenschaften

Technische Universität Dresden

 

Am Lehrstuhl von Prof. Schoop sind Webinare und Online-Vorlesungen via Teams an der Tagesordnung. In allen seinen Lehrangeboten kommen digitale Vorlesungsaufzeichnungen zum Einsatz, also Online-Kurse, die komplett mit digital verfügbaren Materialien durchgeführt werden. Im Bachelor parallel zu den realen Vorlesungen, die jetzt im Shutdown als Webinare laufen. Im Master ist das Konzept des Flipped Classroom fest etabliert: Selbstlernphasen zur Stoffaneignung auf dem Online-Weg dienen der Aneignung von Grundlagenwissen. Danach wird dieses in Präsenzseminaren interaktiv in Gruppenarbeit vertieft. Jetzt im Shutdown sind diese Präsenzseminare durch Webinare mit studentischen Teampräsentationen ersetzt. Zur Seminarvorbereitung steht der Funktionsreichtum von Microsoft Teams den verteilt arbeitenden Studierenden online zur Verfügung, um beispielsweise ihre Gruppenvorträge kollaborativ zu entwickeln oder gemeinsame Projektarbeiten zu koordinieren. Auch die Dozentenrolle entwickelt sich weiter: „Der Lehrer ist kein Online-Vorleser. Er wird zum Online-Moderator und kann sich so viel besser einbringen“, so Schoop. Durch den bereits vorher etablierten Flipped Classroom war die Umgewöhnung an die neue Digital-only-Situation für ihn nicht schwer.

Ungewohnt ist jedoch das Verfahren in Bezug auf die relevanten Prüfungen. An der TU Dresden mussten Prüfungsvorgänge „flexibilisiert“ werden, um allen Beteiligten ausreichenden Freiraum zu gewähren. So wird in erster Linie versucht, viele Prüfungen mündlich abzuhalten. Auch dabei hat sich Teams bewährt: Schon am 18. März fand die erste mündliche Online-Prüfung über die zusammenarbeitsfördernde Plattform statt. Sollte dies in Einzelfällen nicht realisierbar sein, werden klassische Prüfungsformen flexibel angepasst. Jeder im Kollegium kann frei entscheiden, ob er oder sie beispielsweise Online-Klausuren, reine Multiple-Choice-Prüfungen oder seminaristische Prüfungen abhalten möchte. Allerdings stellt das die Dozenten auch vor Probleme.

Die Herausforderungen des virtuellen Studienalltags

Eine Herausforderung bezüglich neuer Prüfungsformen sieht Prof. Schoop in der fairen Umsetzung: Es mache „einen Unterschied, wenn die Prüfung beim Studenten im Wohnheim oder zu Hause stattfindet.“ So könne er „eine Sache nicht genau einschätzen: Steht da jetzt jemand nebenan und flüstert die Musterlösung?“ Die Prüfenden müssen sich also darauf verlassen, dass die Studierenden während der Prüfung keine Hilfe von außen annehmen. Ebenso verhält es sich bei schriftlichen Online-Prüfungen. Dort besteht immer die Gefahr, dass das Abgefragte online gesucht wird. Es gelte daher unter anderem, Prüfungsfragen zu entwickeln, deren Antworten sich nicht einfach online recherchieren lassen, sogenannte open book exams.

Für den Dozenten selbst ist der momentane Alltag eine Belastungsprobe. Denn als E-Learning-Beauftragter wird er neuerdings sehr stark in die Beratung hinsichtlich des digitalen Studiums eingebunden. Ein anderes Zeitmanagement ist gefragt. „Sich da neu zu organisieren und nicht selbst auszubeuten – das ist eine der größten aktuellen Herausforderungen“, so Schoop.

Doch die neue Situation bringt auch positive Effekte mit sich: Das Anliegen, das Studium weitestgehend zu digitalisieren, trägt Früchte. Alle müssten sich nun mit der Modernisierung der Lehrmethoden befassen und Schoop ist sich sicher, dass die TU Dresden „nie mehr in die uralte, analoge Welt zurückkehren“ werde. Die digitalen Angebote werden sicherlich auch nach der Pandemie vielfältig vertreten sein.

TU Dresden: Der Best Case im Überblick

Die Technische Universität Dresden war schon lange vor der Corona-Krise mit der digitalen Lehre vertraut, daher fiel der Umstieg zum Online-Studium während des Lockdowns nicht schwer. Microsoft Teams hat sich dabei als verlässliches Kollaborationstool bewährt. Mit ihm sind nicht nur virtuelle Lehrveranstaltungen möglich, sondern auch Prüfungen lassen sich vielversprechend mit Teams organisieren und durchführen.

 

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