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Microsoft Branchenblogs

Bildungseinrichtungen haben in den vergangenen Wochen Großartiges geleistet, um ihre Schülerinnen und Schüler trotz Schulschließungen unterrichten zu können. Um die Umstellung auf Fernunterricht und den Aufbau einer digitalen Lernplattform schnell und sicher zu bewältigen, können Schulen sowie Lehrerinnen und Lehrer das kostenfreie Office 365 A1-Angebot und Microsoft Teams nutzen. Alle Informationen zur Unterstützung durch Microsoft während der COVID-19-Krise finden Sie hier.

Am Gymnasium am Silberkamp in Peine ging alles ganz schnell, nachdem die Landesregierung die vorläufige Schulschließung bekanntgab: Der Unterricht wurde innerhalb von wenigen Tagen digital. Das Besondere an dieser Geschichte ist, dass Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler das digitale Lehren und Lernen gemeinsam entwickeln.

 

Ausgangslage: Die digitale Infrastruktur war da

Jacob Nolte, Lehrer am Silberkamp-Gymnasium in Peine Die Ausgangslage des Gymnasiums war gut. Es verfügt flächendeckend über digitale Tafeln, WLAN, mehrere Computerräume, digitale Vertretungspläne und vieles mehr. Das Silberkamp orientiert sich seit über 10 Jahren an großen Unternehmen, wenn es um die digitale Infrastruktur geht. „Wir brauchten eine IT-Struktur, die über 1.200 Schülerinnen und Schülern plus Lehrkräften gerecht wird“, erklärt Jacob Nolte, Lehrer für Deutsch und Politik-Wirtschaft sowie seit 10 Jahren IT-Verantwortlicher im Silberkamp. „Wir haben angefangen, eine breite Windows-Server-Struktur aufzubauen mit derzeit Windows Server 2016 / 2019 und Active Directory als Kernelemente. Durch diese Aufstellung konnten wir sehr flexibel auf die Corona-Krise reagieren“, so Nolte.
Und damit nicht genug: Die schuleigene Kommunikationsplattform Silberweb sorgt dafür, dass Schülerinnen und Schüler auf alle wichtigen Dienste von zu Hause aus zugreifen können. Entwickelt wurde Silberweb übrigens von zwei ehemaligen Schülern.

 

 

„Das digitale Arbeiten ermöglicht unseren Schülern und Lehrern, dass trotz der derzeitigen Krisensituation eine Form von Unterricht stattfinden kann. Dabei stellen wir Materialien in unserer Kommunikationsplattform Silberweb hoch und führen digitalen Unterricht durch. Dieser findet in Form von Chat sowie Audio- und Videotelefonie mit Microsoft Teams bereits seit März statt. Es ist dabei sehr interessant, zu beobachten, wie die Schüler die neuen Technologien einsetzen und ortsunabhängig gemeinsam an Unterrichtsinhalten arbeiten. Wir verdanken diese weitreichenden Möglichkeiten unserer umfangreichen und professionellen IT-Infrastruktur, die wir seit über 10 Jahren sukzessive aufgebaut haben und die stetig erweitert wird.“
Ulrike Bock, Schulleitern

 

Dann kam der Lockdown

„Uns ist es ganz wichtig, dass unsere Schülerinnen und Schüler mit Software arbeiten, die sie auch in ihrem späteren Berufsleben nutzen werden“, erklärt Nolte. „Das ist einer der Gründe, aus denen wir auf Microsoft-Produkte setzen.“ Als ein Eckpfeiler der digitalen Ausrichtung schloss das Silberkamp schon vor einiger Zeit den FWU-Vertrag mit Microsoft, über den die Einrichtung seitdem Windows und Office bezieht. „So konnten wir nach dem Lockdown sofort Teams als Kommunikationsplattform zur Verfügung stellen – die Lizensierung war ja bereits erfolgt.“, berichtet Nolte weiter.

 

Zentrale Herausforderung: Der persönliche Kontakt

Eine der zentralen Herausforderungen der Pandemie ist der Kontakt zwischen Lehrenden und Lernenden, da war sich die Schulkonferenz einig. „Natürlich ist auch für uns digitaler Unterricht trotz guter Ausgangssituation eine Herausforderung, die die Kollegen unterschiedlich gelöst haben. Vor allem der direkte Kontakt zur Klasse fehlt“, erläutert Nolte. „Hier helfen aber die Videofunktion von Teams und die Möglichkeit, Inhalte zu teilen und quasi gemeinsam zu besprechen.“

Ein Screenshot von Microsoft Teams im Unterricht

 

Schneller Unterrichtsstart dank Active Directory

„Wir hatten den riesigen Vorteil, dass unsere Schulinfrastruktur mit den Benutzerkennungen mit Office 365 und damit mit Teams synchronisiert wird. Das heißt, wir brauchten für unsere 1.200 Schülerinnen und Schüler keine neuen Zugangsdaten. Das hört sich banal an, war aber eines der entscheidenden Kriterien.“ Und auch das Zusammenstellen der Klassen ging aufgrund der positiven Ausgangslage schnell: „Teams ist dank Active Directory mit unserer Schul-IT vernetzt. So mussten wir beispielsweise nur Klasse.10a eingeben und schon waren alle Klassenmitglieder inklusive Lehrkräfte integriert“, beschreibt Nolte.

So wurden die Teams strukturiert:

  • Die Teams-Oberstufenkurse wurden von dem jeweiligen Kursleiter erstellt.
  • Fachgruppen wurden von den Fachgruppenleitern erstellt.
  • Für die Klassen 5a bis 11f existiert ein Administrator-Account, auf den das IT-Team zugreift. Dieser Account hat eine Mailadresse, an die sich alle Schülerinnen und Schüler wenden können, wenn sie ein Problem haben.

Ein Screenshot von Microsoft Teams

 

Lernende gestalteten den Digitalisierungsprozess aktiv mit

Trotz der schnellen Reaktionsmöglichkeiten gab und gibt es natürlich viele individuelle Herausforderungen. Diese bewerkstelligen Nolte und sein Kollegium jedoch nicht allein – eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern hilft mit. Dazu gehörten die beiden Abiturienten Cedrik Eggers und Tim Cramer sowie Zehntklässler Niklas Krupka. Auch wenn die Lizensierung kein großes Problem darstellte, lag die Schwierigkeit darin, den Schülerinnen und Schülern einen persönlichen Zugang zu Teams zu verschaffen. „Vor allem in den unteren Jahrgängen ist es schwer zumutbar, dem Unterricht zu folgen und anwesend zu sein, wenn das Tool nicht verstanden wurde“, gibt Eggers zu bedenken.
Cedrik Eggers, Tim Cramer und Nilkas Krupka Die Schüler Cedrik Eggers, Tim Cramer und Niklas Krupka am Silberkamp-Gymnasium in Peine

Es galt also, den Mitschülerinnen und Mitschülern eine schnelle und leicht verständliche Einführung in Teams zu geben. Neben Info-Mails entwickelte das Schüler-Trio ein eigenes Teams-Erklärvideo, das auf teams.silberkamp.de zu sehen ist. „Das Video ist entstanden, weil diese drei Schüler auf mich mit der Initiative zukamen und meinten, wir müssen eine Anleitung zur Verfügung stellen“, erzählt Nolte.

 

„Schule ist mehr als nur Unterricht“

Niklas Krupka ist bereits seit 2015 bei der Schülerzeitung und mittlerweile Chefredakteur. Er verantwortete Produktion und Schnitt des Videos. Tim Cramer war für den grafischen Part zuständig. Ein gemeinsames Schülerfirma-Projekt schweißte ihn und Cedrik Eggers zusammen – die beiden führten gemeinsam ein Unternehmen. Und es besteht kein Zweifel daran, dass ihnen genau das liegt. Die drei IT-begeisterten Schüler entwickelten die Inhalte des Videos und so entstand ein Projekt, das nicht erfolgreicher hätte laufen können.
Schule ist mehr als nur Unterricht, da sind sich die drei einig. „Strukturierung, IT und viele weitere Projekte, die außerhalb der Unterrichtszeit stattfinden, sehen viele gar nicht“, berichtet Eggers. „Wir machen gerne etwas für unsere Schule – weil es Spaß macht und sich unsere Arbeit einfach sehen lassen kann.“

 

Herausforderung und Lösung zugleich: hybrider Unterricht

Mit der schrittweisen Rückkehr zum Vor-Ort-Unterricht haben sich neue Herausforderungen ergeben. Gruppe A ist in der Schule und Gruppe B zu Hause. Doch auch hierfür fanden die engagierten Lehrkräfte des Silberkamps eine Lösung. Dank der digitalen Tafeln kann der Lehrer die Unterrichtspräsentation, die er gerade vor den Anwesenden hält, bei Teams teilen. Zusätzlich wurden Mikrofone aufgestellt, sodass die Schülerinnen und Schüler zu Hause quasi live dabei sind. Fragen können dann im Anschluss gestellt werden.

„Ich muss meine Schüler auf das Zentralabitur vorbereiten. Mit abwechselndem Unterricht wäre der Stoff nicht zu schaffen. Der hybride Unterricht gibt mir die Möglichkeit, den Stoff zu schaffen und alle relevanten Themen durchzunehmen“, erklärt Nolte. Für Lehrende sei es im Übrigen nicht leicht, mit einer Kamera auf sich gerichtet zu unterrichten. Diese Herausforderung meistert das Kollegium jedoch hervorragend – damit ihre Klassen möglichst gut durch die Krise kommen.

 

Der Best Case Gymnasium am Silberkamp im Überblick

Das Gymnasium verfügte bereits lange vor dem Lockdown über eine breite Windows-Server-Struktur und dank des FWU-Vertrags über Office-Lizenzen für alle 1.200 Schülerinnen und Schüler sowie das Kollegium. Innerhalb von einer Woche wurde der Unterricht via Teams aufgenommen – auch dank eines enormen Engagements einiger Schüler. Mittlerweile findet der Unterricht in einer hybriden Form aus Präsenz- und virtuellem Unterricht mit Teams statt.

 

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