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Bildungseinrichtungen haben in den vergangenen Wochen Großartiges geleistet, um ihre Schülerinnen und Schüler trotz Schulschließungen unterrichten zu können. Um die Umstellung auf Fernunterricht und den Aufbau einer digitalen Lernplattform schnell und sicher zu bewältigen, können Schulen sowie Lehrerinnen und Lehrer das kostenfreie Office 365 A1-Angebot und Microsoft Teams nutzen. Nun steht eine neue Herausforderung bevor: Die Rückkehr zum Präsenzunterricht. Hilfestellung auf dem Weg in eine hybride Unterrichtspraxis bietet die LearnEd-Fortbildungsreihe. Alle Informationen zur Unterstützung durch Microsoft während der COVID-19-Krise finden Sie hier.

Best Practice in Corona-Zeiten: Das St.-Georg-Gymnasium Bocholt

 

Schon vor dem Lockdown der Schulen war den Lehrkräften des St.-Georg-Gymnasiums klar, dass sie den ursprünglichen Unterricht hinter sich lassen würden. Das sollte jedoch niemanden schrecken, denn das Gymnasium hatte bereits alles, was man für digitales Lernen braucht: flächendeckendes WLAN, digitale Whiteboards und mobile Endgeräte für die Schülerinnen und Schüler. Wir sprachen mit Harald von Wensierski, Mittelstufenkoordinator und Systembetreuer der schuleigenen IT-Abteilung, über den neuen digitalgestützten Schulalltag und welche bedeutende Rolle Microsoft Teams darin spielt.

Bild von Harald von Wensierski

„E-Mail ist nicht das Ideale“

Auch wenn das Gymnasium in Bocholt gut auf den digitalen Ernstfall vorbereitet war, war der Übergang zum digitalen Unterricht eine Herausforderung. Von Wensierski erstellte zuerst gemeinsam mit dem Kollegium und der Schulleitung ein Konzept, wie bestehendes Unterrichtsmaterial an die Lernenden verteilt werden konnte. Das zunächst Naheliegendste war der Weg über das E-Mail-Postfach. In der ersten Woche der Corona-bedingten Schulschließung stellten die Fachlehrkräfte Aufgaben und Material zusammen. Diese Unterrichtspakete erhielten die Schülerinnen und Schüler dann per Mail. Doch dadurch, dass es sich um große Datenmengen handelte, ergab sich ein gravierendes Problem: „Dann bricht manches E-Mail-Postfach einfach zusammen“, so der Mittelstufenkoordinator. „Deswegen haben wir am Anfang der zweiten Woche gesagt: Vielleicht gibt es irgendwas anderes“. Microsoft Teams sollte sich schließlich als optimale Lösung herausstellen.

Einrichten von Teams mit nur drei Klicks

Teams war dem Kollegium des St.-Georg-Gymnasium bereits vor der Krise bekannt. Allerdings wurde es von der Schulleitungsabteilung bisher nur für die gemeinsame Organisation genutzt. Von Wensierski machte sich im Zuge des Lockdowns mit Funktionen des Programms vertraut, die den digitalen Schulalltag bereichern könnten. Letztendlich war er von Teams derart überzeugt, dass es als Teil des Office 365 A1-Bundles Einzug in die gesamte Schule gehalten hat.

Das Teams-Onboarding begann bei den Lehrkräften, die der Systembetreuer noch manuell ins System eingepflegte. Da dies jedoch bei rund 900 Schülerinnen und Schülern eine Sisyphos-Arbeit gewesen wäre, schaltete er den Microsoft Support ein und bekam umgehend Hilfe. Das Exportieren der Daten aus dem Schulverwaltungsprogramm und deren Import in Office 365 gelang „beeindruckend gut“, schildert von Wensierski und fügt hinzu: „Am Ende waren es nur drei Mausklicks“.

Mittlerweile wird Teams sowohl von den Lehrkräften als auch von den Schülerinnen und Schülern intensiv genutzt. Der Mittelstufenkoordinator gab an, dass sich in kürzester Zeit um die 300 Teams an dem Gymnasium gebildet haben – eine nahezu explosionsartige Entwicklung. Die Strukturierung lief im Prinzip wie folgt ab: Für jede Klasse wurde ein eigenes Team erstellt, wofür die Klassenleitung verantwortlich ist. Dann kamen die Fächer in Form von Kanälen hinzu. Die Besonderheit an der Nutzung von Teams an diesem Gymnasium ist, dass keine übergeordneten Admins ernannt wurden. Der Systembetreuer ist davon überzeugt, dass sonst die Kreativität und Experimentierfreude unter den Kolleginnen und Kollegen gelitten hätte.

 

Lehrende und Lernende meistern den Online-Unterricht

Die Umstellung auf Fernunterricht am St.-Georg-Gymnasium ist eine Herausforderung für Lehrende und Lernende gleichermaßen. Doch selbst wenn der persönliche Umgang im Schulalltag fehlt, hat von Wensierski den Eindruck, dass jeder von ihnen die neue Situation gut bewältigt. Mit den digitalen Lehrmethoden kommen sie deshalb „sehr weit, weil sich alle, sowohl Schüler als auch Lehrer, sehr intensiv auf diese Form des Unterrichts eingelassen haben“.

Im Prinzip lässt sich die neue Unterrichtsform als direkter Unterricht aus der Ferne begreifen. Die Lernenden befinden sich zuhause vor ihren Rechnern und per Bildschirmfreigabe erhalten sie in Echtzeit Zugriff auf das Geschriebene, das der Lehrende mittels einer Whiteboard-Software notiert. Im Rahmen von Videokonferenzen und Chats können Schülerinnen und Schüler miteinander sprechen und Fragen stellen. Hilfreich ist dabei auch die Funktion des Handhebens in Teams.

 

Methodenvielfalt als Maß aller Dinge

„Im Moment lernen wir als Schule ganz viel über Digitalisierung“, sagt von Wensierski im Hinblick auf die neuen Unterrichtsmethoden, die sich dem Gymnasium dank Teams eröffnet haben. Demnach gilt das Jahr 2020 nicht nur für die Schülerinnen und Schüler als „Schuljahr des Lernens“. Die Corona-Krise erlaubt den Lehrkräften ein Spiel mit digitalen Möglichkeiten. Sie machen sich stets neue Funktionen von Teams zunutze und wenn diese praktikabel erscheinen, erfolgt eine Integration in den Online-Unterricht. Dadurch wird das Kollegium um viele Lehrmethoden reicher und kann im folgenden Jahr mit einem größeren Erkenntnisschatz in Sachen Digitalisierung durchstarten.

 

Der Best Case des Bocholter Gymnasiums im Überblick

Bereits vor der Pandemie konnte das St.-Georg-Gymnasium in Bocholt erste digitale Strukturen im Unterricht vorweisen. Nach dem Lockdown erfolgte eine rasche Umstellung auf digitalgestützten Fernunterricht und durch die Integration von Teams tat sich eine Vielzahl an neuen Möglichkeiten für das Lerngeschehen auf.