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Bildungseinrichtungen haben Großartiges geleistet, um ihre Studierenden trotz Hochschulschließungen unterrichten zu können. Um die Umstellung auf Fernunterricht schnell und sicher zu bewältigen, können Bildungseinrichtungen das kostenfreie Office 365 A1-Angebot und Microsoft Teams nutzen. Nun steht eine neue Herausforderung bevor: Der Weg zu einer neuen Form des Präsenzunterrichts. Hilfestellung auf dem Weg in eine hybride Unterrichtspraxis bietet die LearnEd-Fortbildungsreihe. Alle Informationen zur Unterstützung durch Microsoft während der COVID-19-Krise finden Sie hier.

Best Practice in Corona-Zeiten: Die Hochschule in Biberach

 

Die Hochschule für angewandte Wissenschaften in Biberach an der Riß (HBC) mit 2.500 Studierenden ist in den Schwerpunktbereichen Architektur, Bauwesen, Biotechnologie, BWL und Energie auch überregional relevant. Die HBC war bis zu Beginn der Corona-Krise größtenteils auf den klassischen Präsenzbetrieb eingestellt. Allerdings sollte sich diese Vorgehensweise mit der temporären Hochschulschließung grundlegend ändern. Wie schnell aus der gewohnten Hands-on-Experience eine Mentalität im Sinne der Digitalisierung wurde, erzählte uns Peter Dieth, Leiter des Rechenzentrums an der HBC.

Umstieg zu digitaler Lehre im Eiltempo

Bild von Herrn Dieth

Die temporäre Einstellung des Hochschulbetriebes aufgrund von Corona war „für alle ein etwas größerer Schock“, berichtet Dieth. Die Hochschule Biberach lebt im Normalfall von praxisnahen Lehrmethoden, bei denen die Anwesenheit der Studierenden erforderlich ist. Zwar gab es bereits vor dem Shutdown erste digitale Strukturen, doch sie reichten nicht aus, um ein komplettes Online-Studium auf die Beine zu stellen. Eine schnelle Strategie war gefragt, damit die Studierenden weiterhin mit der Hochschule Kontakt halten, an Vorlesungen teilnehmen und mitarbeiten konnten. Das Studium im Sommersemester 2020 „musste quasi von 0 auf 100 turbodigitalisiert werden“, so der Leiter des Rechenzentrums.

Die HBC gründete umgehend ein interdisziplinäres Projektteam, das den raschen Umstieg zur digitalen Lehre ermöglichen sollte. Es bestand aus dem Rektorat, einigen Professorinnen und Professoren, Tutorinnen und Tutoren, dem Rechenzentrum/IT sowie dem internen Institut für Bildungstransfer. Allen Beteiligten war klar, dass sie einen neuen Weg der Kommunikation finden müssten: „Und dann haben wir gesagt, wir müssen eine Plattform schaffen, mit der wir sowohl Video als auch Kollaboration ermöglichen können“, schildert Dieth. Daraufhin sah sich das neu entstandene Team unterschiedliche Plattformen an und kam schließlich zu einer Entscheidung.

 

Teams als Wegbereiter für das Online-Studium

Das interdisziplinäre Team wollte unbedingt von der Expertise und Leistungsfähigkeit eines großen Anbieters profitieren, was die Kapazitätsauslastung und den Ausbau von digitalen Lösungen und nutzwertigen Features angeht. Dementsprechend fiel die Frage nach dem bestmöglichen Video- und Kollaborationstool zugunsten von Microsoft Teams aus. Die Online-Kommunikation und -Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Studierenden „funktioniert mittlerweile sehr gut“ – so gut, dass sich das Programm zum Standard an der Hochschule etabliert hat. Um Teams auf diesen Status zu heben, hat die HBC viele Schulungen für Lehrende angeboten. Des Weiteren wurden Hilfe-Sprechstunden eingerichtet und für jede der vier Fakultäten eine Tutorin oder ein Tutor als Ansprechpartner für die Belange rund um Teams ernannt.

Um den Benutzern den Zugang zu Teams so einfach wie möglich zu machen, hat die HBC Ihre eigene IT-Infrastruktur mit den Microsoft Cloud Diensten Active Directory und Exchange intelligent gekoppelt. Damit können alle Hochschulangehörigen die Microsoft-Cloud-Dienste mit dem bisher schon gewohnten Benutzernamen und Passwort nutzen und auch beispielsweise direkt Besprechungen in Microsoft Teams schnell und komfortabel planen.

 

Wie ist die Strukturierung von Teams an der Hochschule geregelt?

Da der Einsatz des Kollaborationstools eine spontane Aktion war und alles sehr schnell gehen musste, wurde vom Projektteam ein Nummern- und Namensschema entwickelt, das sich an der Organisationsstruktur der HBC orientiert.  Anhand dieses Schemas wurden die wichtigsten Teams angelegt, wobei es keine strikte Regelung für zusätzliche Teams gibt.
Auch Verwaltungsprozesse innerhalb der Hochschule werden durch die Kollaborationsfeatures von Teams modernisiert und entsprechend digital umgesetzt. Insgesamt wurden an der HBC mehr als 1.600 Teams aufgesetzt, was bei rund 2.500 Studierenden, 300 Lehrenden sowie 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine beeindruckende Anzahl ist.

Printscreen von Microsoft Teams application

 

Zentrale Herausforderung: Das digitale Mindset

„Die größte Herausforderung ist immer noch der Wechsel des Mindsets“, erzählt Peter Dieth. Es sei schließlich nicht leicht, alte Arbeitsweisen und Gewohnheiten abzulegen und den Hochschulbetrieb vollständig auf Online umzustellen. Allerdings sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Hochschule Biberach aufgeschlossen und probieren dank der neuen Möglichkeiten viel aus. Der Rechenzentrumsleiter fasst die Situation treffend zusammen: „Digitalisierung ist Learning by Doing mit Siebenmeilenstiefeln“.

Um allen Partizipierenden den Einstieg in die Welt des Digitalen zu erleichtern, hatte das interdisziplinäre Team zudem eine Sharepoint-Site mit „Learning Nuggets“ erstellt. Dabei handelt es sich um kleine Video-Anleitungen zu allen Themen rund um die Ermöglichung der Online-Lehre. Die Nuggets werden durch ständig wachsende Wikis und FAQ direkt in Teams ergänzt – Information at your fingertips!

 

Wünsche für die Zeit nach Corona

Der Hands-on-Charakter spielt bei der Lehre an der HBC eine große Rolle. Daher wünscht sich Peter Dieth für die Zukunft, dass der Präsenzbetrieb wenigstens teilweise wieder hochgefahren wird – natürlich in einem sicheren Rahmen. Immerhin ist der lehrreiche Austausch zwischen Lehrkräften und Studierenden wichtig. Doch wenn es nach ihm geht, sollten auch neue Elemente wie der Datenaustausch über Cloud-Systeme weiterhin Verwendung finden. Denn die digitalen Lösungen, zu denen auch die Arbeit mit Teams zählt, bieten neuen Komfort und eine enorme Zeitersparnis.

 

Hochschule Biberach: Der Best Case im Überblick

Die Hochschule für angewandte Wissenschaften setzte vor der Pandemie auf den analogen Lehrbetrieb mit einem Höchstmaß an Praxisbezug. Der Corona-Lockdown brachte alle Betroffenen dazu, den Umstieg auf die Online-Lehre, Online-Forschung und Online-Verwaltung zu wagen. Microsoft Teams erwies sich dabei als probates Tool für Online-Vorlesungen und Kollaboration, das schließlich zum Standard wurde.

 

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