Zum Inhalt springen
Microsoft Branchenblogs

Im Internet of Things erheben Sensoren täglich Unmengen von Messdaten. Die Frage, wie die Unternehmen diese Daten speichern, gewinnt entscheidende Bedeutung. Eine absolut sichere und nachvollziehbare Dokumentation der Messwerte wird in vielen Bereichen unerlässlich – aus Sicherheits- und Compliance-Gründen. Der Aachener IT-Anbieter regio iT hat zusammen mit den Kölner IoT-Spezialisten der Firma ubirch ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Sensordaten „versiegeln“, garantiert unveränderbar übertragen und vertrauenswürdig in der Microsoft Azure Cloud speichern lassen. Die Verwendung von Blockchain-Technologie garantiert die Unveränderbarkeit der Daten.

regio iT und ubirch schaffen in der Azure Cloud ein fälschungssicheres Logging

Die Herausforderung: sensible Sensordaten manipulationssicher aufbewahren

Viele Unternehmen betreiben keine eigenen Serverzentren, sondern nutzen die Server von spezialisierten Anbietern wie regio iT. Die Bedingungen der Servernutzung legen Kunden und Anbieter in einem Service-Level-Agreement (SLA) fest. Damit der Kunde überprüfen kann, ob der Betreiber die Parameter des Betriebs der Server einhält, ist er auf Sensor-Aufzeichnungen angewiesen. Sie erfassen Stromversorgung, Reaktionszeiten und Temperatur und speichern die Werte. Messdaten helfen zu erkennen, ob Teile getauscht oder gewartet werden müssen und ob die IT-Anlage im Grenzbereich läuft. Im Falle von Unstimmigkeiten muss der Betreiber dem Kunden gegenüber einen Nachweis über die korrekte Steuerung der Anlage führen. regio iT und der Microsoft Partner ubirch setzen hier auf die Azure Cloud.

Die Lösung: Blockchain und Datenspeicherung in der Azure Cloud

Mehrere Komponenten müssen zusammenarbeiten, damit die Messdaten aus den Rechenzentren von regio iT sicher aufbewahrt werden können: der Sensor, die Speicherlösung in der Azure Cloud und die Blockchain. Zuerst versiegelt ein kryptografisches Verfahren die Daten auf dem Sensor. „Dieser so genannte Datennotar bestätigt in einem ersten Schritt die Echtheit der Daten“, sagt Dieter Rehfeld von regio iT. Nach der Erhebung, Versiegelung und Verschlüsselung überträgt die Lösung die Datenpakete in die Azure Cloud, die sie entgegennimmt und prüft. Um diese Daten für die Zukunft fälschungssicher aufzubewahren, fasst sie sie zuerst in „Superpaketen“ in einer Private Blockchain zusammen und speichert deren Hash-Codes dann in einer öffentlichen Blockchain. Durch diese zwei Stufen können die Daten rückwirkend geprüft werden: Sind sie verändert worden? Stimmt die Reihenfolge? Sind die Daten dupliziert worden? Von welchen Geräten kommen sie? „Mit unserem Datennotar können wir eine Art Qualitäts- und Herkunftssiegel auf Datenpakete geben“, erklärt Dieter Rehfeld. Die Blockchain stellt sicher, dass Datenmanipulationen ausgeschlossen sind.

Noch befindet sich die Lösung im Stadium des Proof of Concept. Doch die Einsatzmöglichkeiten dieses Verfahrens sind für Dieter Rehfeld vielfältig: „Smart Cities beispielweise produzieren schon sehr viele Verkehrsdaten. Durch das Qualitätssiegel unseres Datennotars können wir einen Beitrag dazu leisten, Datenpakete vertrauenswürdig und handelbar zu machen.“ Die innovative Lösung von ubirch und regio iT garantiert für Außenstehende die Qualität und Integrität des Inhalts der Pakete.

“Das Anwendungsgebiet für unsere Lösung ist überall da, wo die Integrität von Daten für das Geschäftsmodell essentiell ist. Mit Microsoft können wir die sichere Speicherung der Daten in der Cloud garantieren.”

Markus Breuer: COO, ubirch

Besuchen Sie Microsoft auf der Hannover Messe 2019. Jetzt einen persönlichen Termin vereinbaren!