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Microsoft Branchenblogs

Immer mehr Fertigungsunternehmen begreifen eine stärkere Kundenorientierung als zwingende Voraussetzung für ihren Geschäftserfolg. Insbesondere mit der Hinwendung zu einem Geschäftsmodell, bei dem Produkte „as a Service” angeboten werden, ist der Anspruch verbunden, die Margen zu verbessern und die Kundenbindung zu intensivieren. Und das ist mehr als nur ein kurzfristiger Hype: Es ist das Erfolgsrezept für die Zukunft, um wettbewerbsfähig zu bleiben und nachhaltiger zu produzieren.
Dieser Wandel zu Product as a Service geht natürlich mit tiefgreifenden Veränderungen in den Unternehmen selbst einher. Die einzelnen Geschäftsbereiche müssen auf die neuen Erfordernisse ausgerichtet werden, und entlang der Manufacturing Value Chain müssen ganze Prozesse „neu gedacht“ werden. Was Ihnen dabei hilft? Moderne Technologie wie Cloud Computing, künstliche Intelligenz, das IoT, Mixed Reality oder auch Digital Twins.
Im Folgenden beschreiben wir fünf zentrale Szenarien für eine solche digitale Transformation, die für Sie den Weg zu einem Erfolgsmodell im Sinne von Product as a Service ebnen können.

 

Ein Mechaniker in einer Fabrikhalle hält ein Tablet in der Hand

 

Ein vernetzter Serviceaußendienst

Der ideale erste Schritt, um ein Product-as-a-Service-Modell anzugehen, besteht darin, dass Sie sich entlang des gesamten Produktlebenszyklus um eine enge und proaktive Kundenbetreuung bemühen. Das bedeutet nichts anderes, als selbst zum Serviceexperten zu werden, der Kunden die Wartung weitgehend abnimmt und bei Problemen unmittelbar zur Stelle ist, um eventuelle Ausfallzeiten gering zu halten.
Möglich wird dies durch leistungsstarke Lösungen für einen vernetzten Serviceaußendienst, auch als Connected Field Service oder kurz CFS bezeichnet. So können Sie nicht nur Ihre Servicetechniker besser unterstützen, sondern vor allem für eine lückenlose Remote-Überwachung des Smart Products sorgen, das Sie Ihrem Kunden verkauft haben. Sensoren und IoT-Lösungen liefern die Einblicke, die Sie für ein Predictive-Maintenance-Modell benötigen.
Sollte es zu einer Störung oder einem Defekt kommen, können Sie die Reparaturzeiten verkürzen, da Sie automatische Benachrichtigungen erhalten und den Techniker mit dem richtigen Know-how und der nötigen Ausstattung sofort zum Kunden schicken können. Gleiches gilt natürlich auch für die turnusmäßige Wartung. Ihre Techniker erhalten zudem auf mobilen Endgeräten sämtliche Informationen zum Produkt und zum Kunden, und sie können direkt auf Mixed-Reality-Werkzeuge zugreifen, zum Beispiel um Reparaturanleitungen zu nutzen oder in Echtzeit mit Kollegen und Experten zusammenzuarbeiten. Im selben Atemzug werden Ihre Techniker selbst zu Experten für Cross- und Up-Selling-Initiativen, da sie Hintergrundinformationen zur Anlagennutzung und den Bedürfnissen des Kunden erhalten und so die richtigen Zusatzprodukte empfehlen können.
Entdecken Sie jetzt alle Vorteile von Connected Field Service – in diesem E-Book, Blogbeitrag oder auf unserer Webseite.

Vertrieb und Service im Schulterschluss

Wenn Sie Ihr Produkt künftig „as a Service” bereitstellen möchten, müssen natürlich auch die Vertriebsprozesse entsprechend angepasst werden. Zusammenarbeit ist hierbei der Schlüssel zum Erfolg – ob in der Vertriebsabteilung selbst oder mit anderen Bereichen Ihres Unternehmens. Unterstützen Sie Ihre Verkäufer dabei, das immer komplexer werdende Portfolio von Produkten und Dienstleistungen zu verstehen und optimal bei Kunden zu platzieren, um langfristig rentable Geschäftsbeziehungen zu pflegen.
Mit vernetzten Lösungen, die sowohl Vertrieb als auch Service umfassen, erhalten Ihre Verkäufer ein reales Abbild der jeweiligen Situation beim Kunden. Sie können die Produktnutzung durch einen Kunden und die tatsächliche Leistung umfassend analysieren und mithilfe intelligenter Werkzeuge potenziellen neuen Bedarf erkennen.
Um die Kundeninteraktionen zu stärken, stehen Ihren Verkäufern weitere Werkzeuge für Configure-Price-Quote, Quote-to-Cash und Contract Lifecycle Management zur Verfügung. So können beispielsweise Produktbestellungen kundenindividuell gestaltet und Verträge effizienter erfüllt werden.
Auch Mixed-Reality-Anwendungen erhalten in Kundeninteraktionen immer mehr Raum. Innovative Anbieter nutzen beispielsweise die Microsoft HoloLens, damit Verkäufer und Kunden die gewünschten Produkte gemeinsam virtuell gestalten und die Wunschkonfiguration direkt an die Fertigung übermitteln können.
Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Ihren Vertrieb und Service mit Microsoft Dynamics 365 optimal für das moderne Zeitalter aufstellen.

Die Fabrik der Zukunft

Damit Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen kundenindividuell gestalten und zugleich Innovationen deutlich schneller vorantreiben können, benötigen Sie einen agilen, responsiven Fertigungsprozess. Und dafür brauchen Sie Lösungen, die das Tor zur „Factory of the Future” öffnen. Unter diesem Schlagwort verstehen wir ein komplexes Gebilde aus Produktionsstätten, modernen Anlagen und Robotern, die die Zuweisung von Ressourcen und den Output optimieren und als nahtlose Schnittstellen zwischen physischer und virtueller Welt fungieren.
Der Weg in die Fabrik der Zukunft beginnt mit einer neuartigen Vernetzung sämtlicher Anlagen und Komponenten in Ihren Produktionsabläufen, zum Beispiel, indem vorhandene Maschinen mit Sensoren nachgerüstet oder durch entsprechende Zusatzmodule ergänzt werden. Auf diese Weise lassen sich genau die Daten erfassen, die die Grundlage für eine kontinuierliche Überwachung und Justierung der jeweiligen Abläufe darstellen.
Das übergeordnete Ziel ist natürlich die vollständige Vernetzung Ihrer Fertigungsumgebung – ob an nur einem Standort oder weltweit. Mit Daten aus smarten Anlagen können Sie die Performance unmittelbar mitverfolgen, und Sie erhalten tiefgreifende operative Einblicke, die bessere Entscheidungen ermöglichen.

Melden Sie sich jetzt zu unserem Webinar Virtuelle Fertigungskonferenz: Die Fabrik der Zukunft an. Weitere Hintergrundinformationen zur Factory of the Future erhalten Sie in diesem Blogbeitrag und in diesem E-Book.

Eine intelligente Lieferkette

Je mehr individuelle Varianten eines Produkts Sie herstellen – und je mehr individualisierte Dienstleistungen Sie im Zusammenhang damit erbringen –, desto komplexer werden natürlich Ihre Lieferketten. Um die vielen kleinen Facetten abzubilden und zugleich die Komplexität besser zu steuern, stehen heute intelligente Supply-Chain-Lösungen zur Verfügung.
Diese Lösungen unterstützen Ihr Unternehmen in dreierlei Hinsicht: Erstens erlauben sie Ihnen, die richtigen Produkte, Teile, Ressourcen und Services genau dann und dort bereitzustellen, wo sie benötigt werden. Zweitens können Sie mit derartigen Lösungen die richtige Balance zwischen dem Serviceniveau für Ihre Kunden und Ihrer Budgetplanung herstellen. Und drittens ermöglichen intelligente Supply-Chain-Systeme eine engere Zusammenarbeit in komplexen Wertschöpfungsketten – und zwar in sämtliche Richtungen und mit allen Beteiligten.
Um mehr über die intelligente Lieferkette zu erfahren, empfehlen wir Ihnen diesen Blogbeitrag.

Innovative Entwicklung, innovative Produkte

Der letzte Tipp, wie Sie all diese Daten optimal nutzen können, die Sie aus IoT-Sensoren, dem Serviceaußendienst und dem Vertrieb, aus Ihren Produktionsstätten und der Lieferkette erhalten, zielt auf das Thema Innovation ab. Letztlich können Sie die Vielfalt der Daten nutzen, um neue Entwicklungen erheblich zu beschleunigen – Stichwort vernetzte Produktinnovation.
Anstatt wie früher auf die Ergebnisse aus Kundenumfragen oder Marktforschung warten zu müssen, haben Sie mit entsprechenden technologischen Lösungen stets selbst einen Finger am Puls der Zeit. Vernetzte Einblicke zeigen Ihnen in Echtzeit, welche Produkte beziehungsweise Funktionen von Ihren Kunden auch wirklich genutzt werden, was gut funktioniert, was eventuell überflüssig ist und wo dringender Handlungsbedarf besteht. Und mit der praktisch unbegrenzten, auf Abruf nutzbaren Rechenleistung aus der Cloud stehen Ihnen völlig neue Möglichkeiten und Werkzeuge zur Verfügung, um eine nächste Version eines Produkts mithilfe von Digital Twins zu planen, Simulationen durchzuführen oder breit angelegte Auswertungen zu erstellen.
Zugleich erfahren Sie anhand der vernetzten Lösungen, bei welchen Teilen, Geräten oder Endprodukten es immer wieder zu Problemen kommt und wie Sie diese am besten beheben können. Auf diese Weise können Sie die Produkt- und Serviceleistung nachhaltig verbessern. Die übergeordneten Vorteile liegen auf der Hand: Die Time-to-Market verkürzt sich, und Sie können bessere, maßgeschneiderte Produkte und Dienstleistungen anbieten, die Ihre Kunden begeistern.
Melden Sie sich jetzt zu unserem Webinar Virtuelle Fertigungskonferenz: Produkte der Zukunft an oder lesen Sie in diesem kostenlosen Whitepaper mehr über das Thema vernetzte Produktinnovation.

Einsteigen? Durchstarten!

Um den Weg zu einem Product-as-a-Service-Modell zu beschreiten und Ihre digitale Transformation in einem oder mehreren der hier vorgestellten Bereiche weiter voranzutreiben, steht Ihnen eine Vielzahl von bewährten Lösungen unserer Branchenpartner zur Verfügung. Informieren Sie sich einfach hier auf unseren Webseiten.
Eine detaillierte Betrachtung der aktuellen Entwicklungen, die nachhaltigen Einfluss auf Ihre Produktion haben werden, finden Sie außerdem in unserem Bericht zu den Trends in der Fertigungsbranche 2019.