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Microsoft Branchenblogs

Hoher Technologisierungsgrad = mehr Unternehmenserfolg?

Organisationen mit einem hohen Technologisierungsgrad sind erfolgreicher als andere – so eine gängige Branchenregel. Doch was genau meint eigentlich „Technologisierungsgrad“, und wie wird er für Fertigungsbetriebe zu einem wesentlichen Baustein ihrer übergeordneten digitalen Strategie?

 

Luftbild Chicagos

 

Technologisierungsgrad: Der Versuch einer Definition

Um den Gesamt-Technologisierungsgrad eines Unternehmens zu bewerten, werden typischerweise Beobachtungen aus drei Bereichen einbezogen:

  1. Das Tempo, mit dem Hyper-Scale Cloudplattformen im Unternehmen eingeführt und genutzt werden
  2. Das Vorhandensein einer strategischen Geschäftsentscheidung in Bezug auf laufende Investitionen in Digitalisierungsinitiativen
  3. Ein starker Fokus auf Technologie, der die eigenen Kunden vertrauen können, weshalb nur glaubwürdige Anbieter ausgewählt und neue Produkte durch umfassende Sicherheitsfunktionen ergänzt werden

Microsoft-CEO Satya Nadella beschreibt die Herausforderung in diesem Bereich so: „Wir müssen Neuerungen im Technologiebereich heute auf viel schnellere Art und Weise aktiv nutzen, als wir das in der Vergangenheit getan haben. Jeder von uns ist gefragt, die eigenen digitalen Kompetenzen weiterzuentwickeln.“ Der Technologisierungsgrad werde künftig in Unternehmen zu einem der wichtigsten strategischen Ansätze, bei dem Scheitern keine Option sei.

Der Technologisierungsgrad als Wegbereiter für die Digitalisierung

Vereinfacht gesagt, ist der Technologisierungsgrad schon heute ein wichtiger Baustein jeder Geschäftsstrategie – oder er sollte es zumindest sein. Nach unserer Erfahrung sind es international zumeist die High-Performance-Unternehmen, die am intensivsten in digitale Kompetenzen und Fähigkeiten investieren. Tatsächlich zeigen ihre Produktivitätskennzahlen, dass sie damit auf dem richtigen Weg sind; denn weniger erfolgreiche Unternehmen bewegen sich auch im Hinblick auf das digitale Investitionsvolumen am unteren Ende der Skala.
Studien belegen, dass Investitionen in Technologie und in das Recruitment von spezialisierten Entwicklern ebenso wie das Entwickeln innovativer Softwarebausteine, die exklusiv vom jeweiligen Unternehmen und ihren Partnern und Kunden genutzt werden, im Markt heute zu einem Wettbewerbsvorteil werden. Anders als früher, als es noch Monate und Jahre in Anspruch genommen hat, Individualanwendungen zu entwerfen, zu programmieren und in Betrieb zu nehmen, ist das Development eigener „digitaler IP“ heute dank Low-Code-Ansätzen um ein Vielfaches einfacher, schneller und damit wirtschaftlicher geworden. Das Nadelöhr ist nach wie vor die Ressourcenverfügbarkeit; doch mit einer Demokratisierung der Entwicklung – Stichwort Citizen Developer – und einer marktführenden Technologieplattform lässt sich diese Herausforderung heute erfolgreich angehen.
Lorenzo Fornaroli, Senior Director of Global Logistics & Supply Chain bei ICT Huawei Technologies, formuliert in einem von Microsoft in Auftrag gegebenen Bericht der Economist Intelligence Unit (EIU) – „Putting Customers at the Centre of the OEM Supply Chain“ – die Vorteile eines hohen Technologisierungsgrads wie folgt: „Als ICT-Unternehmen haben wir bereits die internen Ressourcen, die wir brauchen, um neuen Technologiebedarf frühzeitig zu identifizieren und die entsprechenden Lösungen selbst zu entwickeln. Die Kompetenzen und Erfahrungen mit diesen Technologien sind ganz einfach in-house vorhanden.“

Neue Geschäftsmodelle

Immer mehr Hersteller machen sich die Prinzipien eines hohen Technologisierungsgrads zunutze, um auch ihre Lieferkette auf neue Weise zu steuern – und damit weit über den reinen Auslieferungszeitpunkt ihrer Produkte hinauszugelangen, wo sie neue Geschäftsfelder erschließen können. Auf diese Weise entstehen mithilfe von Technologien wie Azure IoT, Microsoft AI, Azure Blockchain Service, Dynamics 365 und Microsoft 365 intelligente, vernetzte Produkte und Optionen für neue Servicestrategien.
Rolls-Royce berechnet seinen Kunden beispielsweise anhand der tatsächlichen Flugstunden eine Nutzungsgebühr für die Triebwerke. Auch Anbieter von Industrieanlagen – wie Sandvik Coromant oder Tetrapak – setzen auf das Konzept, Kunden ein nutzungsabhängiges Preismodell zu verkaufen, zum Beispiel für tatsächlich gefertigte Stückzahlen oder befüllte Behälter.
Indem sie sich die Daten zu Verwendung, Verbrauch und Zustand zunutze machen, die die vernetzten Geräte und Anlagen zurückliefern, können zukunftsorientierte Hersteller völlig neue digitale Services entwickeln. Hier bietet die erweiterte Lieferkette ein erhebliches Potenzial, das bisherige Umsatzmodell zu verändern – weg von einem einmaligen Verkauf eines Produkts an einen Kunden zu einem festgelegten Preis, hin zu einem praktisch abonnementbasierten Liefer- und Serviceansatz, der auf Leistungsanforderungen und -garantien basiert und beim Anbieter für laufende Umsätze sorgt. Und hier zeigt sich endgültig, warum ein hoher Technologisierungsgrad das Ziel eines jeden Unternehmens sein sollte, um sich zu einer wirklich digitalen Organisation zu wandeln.

Hoher Technologisierungsgrad: Diese Unternehmen machen es vor

Bühler ist globaler Marktführer für Prozesslösungen rund um Lebensmittelfertigung und Druckgießbauteilen für den Fahrzeugbau. Mithilfe von führenden Microsoft-Lösungen hat Bühler für seine vernetzten Produkte einen hohen Technologisierungsgrad realisiert und seine Abläufe um künstliche Intelligenz angereichert, um neue Einblicke zu gewinnen und Innovationen zu beschleunigen.
Der Druckerhersteller Lexmark bietet nun die Lexmark Cloud Print Infrastructure (CPI) als Service an. Kunden müssen sich selbst nicht mehr um die Verwaltung ihrer physischen Druckerlandschaft kümmern, sondern Lexmark installiert Geräte, die per Azure IoT vernetzt sind, und aktiviert dafür intelligente Dienste, die rund um die Uhr zur Verfügung stehen.
Und Colfax, ein weiterer Microsoft-Kunde, macht sich Industrial IoT-Technologien und die Erfahrung eines globalen Branchenpartners zunutze, um ein weitreichendes Digitalisierungspotenzial für das gesamte Unternehmen zu erschließen.

Neue Kompetenzen sind gefragt

Technologie kann nur so gut sein wie die Anwender, die sie nutzen. Da Hersteller immer größere Datenmengen aus ihren vernetzten Produkten verarbeiten und mit Informationen aus zahlreichen anderen Quellen kombinieren müssen, um umfassende Einblicke zu gewinnen, braucht es auch mitarbeiterseitig ein neues Niveau an Qualifikationen. Entsprechend müssen Unternehmen in den Auf- und Ausbau digitaler Kompetenzen investieren.
Im EIU-Bericht Putting Customers at the Centre of the OEM Supply Chain kommt Daniel Helmig, Group Head of Quality & Operations bei ABB zu Wort: „Langjährige Führungskräfte im Bereich Supply Chain Management haben bisher mit einem recht limitierten Satz von Daten gearbeitet, um ihre Geschäftsentscheidungen zu stützen. Heute ist das völlig anders. […] Doch um diese riesigen und praktisch täglich wachsenden Datenvolumina effektiv nutzen zu können, bedarf es eines Kulturwandels. Die Führungskräfte müssen umdenken, wie sie die neuen, vielfältigen Einblicke gewinnbringend für schnelle Entscheidungen und Maßnahmen nutzen können.”
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