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Von Initiativen rund um das Industrial Internet of Things (IIoT) versprechen sich viele Industrieunternehmen einen signifikanten Businessnutzen. Angesichts der aktuellen Veränderungen im Zuge der Coronavirus-Pandemie loten immer mehr deutsche Unternehmen das Potenzial neuer IIoT-Projekte aus und planen entsprechende Investitionen, wie eine aktuelle Studie von IDC zeigt.
Für die Studie „Industrial IoT in Deutschland 2021 – Aktuelle Technologien und Trends für innovative IoT-Projekte im industriellen Sektor“ hat IDC im September und Oktober 2020 eine Marktbefragung unter 254 Unternehmen aus fünf industriellen und industrienahen Fokusbranchen in Deutschland mit mehr als 100 Mitarbeitern durchgeführt.

Geschäftskontinuität und Resilienz

Wo genau der Businessnutzen von IIoT-Projekten liegt, wird in dieser Studie mit interessanten Zahlen untermauert. Primär sollen mit dem Industrial Internet of Things zwei Dinge erreicht werden: Unternehmen streben danach, mit entsprechenden Initiativen einerseits die „Business Continuity“ zu verbessern, also die Fähigkeit, wertschöpfende Prozesse aufrechtzuerhalten, als auch die „Business Resiliency“ zu erhöhen, also die Fähigkeit, sich ändernden Rahmenbedingungen anzupassen.

 

 

So planen 59 Prozent der Befragten für das Jahr 2021 trotz der vielen Umwälzungen und Unsicherheiten am Markt neue IIoT-Projekte – oder gerade auch wegen diesen. Und: Bei 40 Prozent der Befragten ist eine derzeitige Steigerung hinsichtlich der Budget-Allokation für IIoT-Projekte direkt auf die Coronavirus-Pandemie zurückzuführen, da diese neue Ansätze erforderlich macht. Dies belegt zugleich die Hypothese von IDC, dass IIoT-Projekte im Kontext von COVID-19 wegen der kurzfristig möglichen Mehrwerte häufiger umgesetzt werden.

IoT-Anwendungsszenarien für jede Branche

Durch die zunehmende Vernetzung von Maschinen, Anlagen und Geräten sowie die Kombination verschiedener Technologiebausteine wie IoT-Plattformen, Edge Computing, Automatisierungslösungen und künstlicher Intelligenz (KI) ergeben sich vielfältige Anwendungsmöglichkeiten und Optimierungspotenziale in Bereichen wie Prozesssteuerung und Analytics – und zwar in allen Branchen.
Vorreiter sind hier bereits seit längerem Betriebe der prozessorientierten und der diskreten Fertigung. Beliebt in der diskreten Fertigung sind beispielsweise Tracking und Monitoring zur Optimierung des Asset-Einsatzes, und für die Prozessfertigung bietet der Einsatz von autonomen Robotern eine Möglichkeit, Menschen gefährliche Prozessschritte abzunehmen.
Tatsächlich will mehr als die Hälfte der für die Studie befragten Unternehmen IIoT für die interne Optimierung nutzen (53 %, bezogen auf Produktivität und Kosten) und beinahe ebenso viele für eine bessere und schnellere Entscheidungsfindung (47 %). Gute Einstiegsszenarien sind beispielsweise die Vermeidung von Überkapazitäten oder die Möglichkeit, durch Automatisierung flexibel auf Produktionsanforderungen reagieren zu können.
Weitere wichtige Ziele sind Verbesserungen bei der Sicherheit (45 %, bezogen auf Arbeitsschutz, Gebäudesicherheit, Informationssicherheit), Differenzierung im Wettbewerb (ebenfalls 45 %) sowie Optimierung von Kundenerlebnissen und Beschleunigung von Innovationen (43 % bzw. 39 %).

IIoT und Edge Computing als wichtige Säulen von Digitalisierungsprojekten

Für viele Industrieunternehmen ist die Digitalisierung eine große Herausforderung, da nicht nur analoge Informationen digitalisiert, sondern Daten zwischen industriellen OT-Systemen („Operational Technology“) und IT-Systemen ausgetauscht werden müssen. Diese basieren aber in der Regel auf völlig verschiedenen Sprachen und Protokollen. Um dafür nun ein austauschbares Format und eine gemeinsame Datenbasis zu definieren, eignet sich das IoT als Plattform.
Um darüber hinaus die Anbindung der jeweiligen Endpunkte sicherzustellen, setzen die Unternehmen auf Edge Computing. Damit ist für mehr als ein Drittel der Befragten die Bereitstellung von IoT-Daten und IoT-Applikationen überall im Unternehmen verbunden – explizit auch außerhalb der Produktionsumgebungen, um Innovationen zu fördern und effektive Workflows gestalten zu können. Schon jetzt setzen bereits rund 42 Prozent der befragten Unternehmen Edge Computing produktiv oder in Pilotprojekten ein, und weitere 29 Prozent haben Pilotprojekte geplant.

Besonders im Fokus: Sicherheit, technologisches Know-how, Partnerschaften

Die IDC Studie weist nach, dass moderne Technologien und gerade das IIoT wichtige Mittel sind, um Krisen und disruptive Entwicklungen durchzustehen. Sie helfen zunächst kurzfristig dabei, die Effizienz zu optimieren und Kosten zu sparen, und mittel- und langfristig ermöglichen sie mittels datenbasierter Analysen bessere Geschäftsentscheidungen. Zudem legen sie den Grundstein für neue Geschäftsmodelle und Services.
Um dieses Potenzial zu nutzen, müssen die damit verbundenen Sicherheitsthemen umfassend angegangen werden – und es braucht internes Wissen über die technologischen Zusammenhänge. Eine große Aufgabe ist es auch, sich mit strategischen Partnerschaften in eine gute Ausgangsposition zu bringen, um letztlich integrierte IoT-Ökosysteme mit gemeinsamen Geschäftsmodellen aufzubauen.

Download-Tipp

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